Von Freude und Hoffnung

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Und es begab sich …“ – die Weiterführung der Anfangszeile ist bekannt, geht es doch um die überlieferte Geschichte der Geburt von Jesus, die unverzichtbar mit dem Weihnachtsfest verbunden ist. Das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium gestaltete in der Martinskirche dazu ein Weihnachtskonzert, das eines der besonderen seiner Art war. Der Unterstufenchor, der Projektchor Cantiano, die Streicherklasse und die Instrumentalisten Anna Deichmann und Thomas Lache (Klavier) sowie Kerstin Flad (Querflöte) boten zunächst ein Singspiel zu den Geschehnissen in Bethlehem. Und da kam zu Bekanntem Überraschendes hinzu.

Wilde Winde und der Erzengel

So stürmten die wilden Winde, es kam der Erzengel Gabriel auf die Erde, um nach dem Rechten zu sehen. Die Engel kamen hernieder, umgaben die Krippe. War da noch ein Floh, der das Kindlein kitzelte? Und die Hirten hörten das „Fürchtet euch nicht“. Sie gingen zur Krippe, doch ein kleiner Bub sollte bei den Schafen bleiben. Was hätte ihn abhalten können, das Kind in der Krippe zu sehen? Jörg Maisch setzte hier mit seiner Lesung ein, die das ganze Singspiel begleitete. Und hier wurde auch der aktuelle Bezug deutlich. So wie der kleine Hirte sich auf die Suche macht, um zu erkunden, was geschehen, so führen besondere Situationen zu Herausforderungen. „Der Verlassene wagt das Außergewöhnliche“, hieß es in der Lesung.

Und der Bub gibt dem Kind seinen Daumen in den Mund, die Liebe hat ihn dazu veranlasst. Da kommen Arme, Kranke, Aussätzige an die Krippe, es kommt ein kleines Mädchen mit einem verletzten Vogel, der nun geheilt wird, da möchte auch der Esel, den Joseph führt, seinen Hunger stillen. Und schließlich lässt sich auch der Räuber von seinem sonstigen Tun abhalten und tanzt um die Krippe. Dazwischen erklingen die bekannten Lieder „Joseph, lieber Joseph mein“, „Still, still, still“ und letztlich schließt das Singspiel mit dem gemeinsamen Lied, in das auch das Publikum einstimmt, „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“. Gab der Gesang der Chöre dem Singspiel einen bedeutungsvoll musikalischen Rahmen, so war das phantasievolle Agieren der  Schüler eine gelungene szenische Darstellung der Vorgänge in Bethlehem, die neue, auch unerwartete Assoziationen hervorrief. Mit vier Christmas-Songs gab der Mittel- und Oberstufenchor des Gymnasiums der Freude, dem Ruhm und der Ehre des in Bethlehem geborenen Kindes, der damit verbundenen Hoffnung Ausdruck. Paula Stark dirigierte den großen Chor gefühlvoll, die Sänger waren sowohl in ihrem stimmlichen Ausdruck als auch in ihrem Rhythmusgefühl überzeugend.

Mit dem gemeinsamen Lied der Chöre und des Publikums „Vom Himmel hoch, da komm ich her“ wurde wieder zum Inhalt des Singspiels zurückgeführt. Das Jugendsinfonieorchester bot dann „A Christmas Festival“ des amerikanischen Komponisten Leroy Anderson. Hierin finden sich sowohl Teile klassischer als auch modernerer Melodien. Das Orchester ließ in seinem Spiel keine Brüche zwischen den unterschiedlichen Teilen erkennen, die sich so zu einem Gesamtwerk formten, das die wesentlichen Bereiche weihnachtlicher Musik einte. Mit dem Gesang des Liedes „O du fröhliche“ endete das Weihnachtskonzert.

Oberstudiendirektor Matthias Pröhl verwies in seinem Dank auf die enorme Arbeit, die mit diesem Weihnachtskonzert verbunden war. Den Akteuren war die Freude über das Gelingen anzumerken. Und der Schulleiter würdigte in diesem Zusammenhang auch die erfolgreiche Kooperation mit der Musikschule. Der starke Beifall während der einzelnen Darbietungen und vor allem auch am Schluss war wahrlich verdienter Lohn für alle Mitwirkenden. Und dass in der Martinskirche alle Plätze besetzt waren und einige der Besucher auch mit einem Stehplatz vorlieb nahmen, gehört ebenfalls zur uneingeschränkten Anerkennung.

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