Vier Jungs und ihre Liebe zum Jazz

Spätestens seit Honky Tonk sind die vier Jungs von Quaternary bestens in der Stadt bekannt. Die Band mit David, Markus, Andreas und Benedikt ist ein Kind der Musikschule Metzingen.

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"Quaternary" heißt "aus vier bestehend", so wie die aufstrebende Jazz-Band. Foto: Natalie Eckelt

"Beim Jazz kann man einfach jammen", erklärt David. Der Bassist weiß, was ihn und seine drei Bandkollegen am Jazz so sehr fasziniert. "Der Jazz ist freier. Es gibt nicht so viele feste Strukturen. Es wird improvisiert, das gefällt uns", so der 25-Jährige.

Wer den vier Jungs beim Jammen zuhört, weiß sofort, wovon er spricht: Schwungvoll und lässig swingen sie zu altehrwürdigen Jazzstücken, die sie auf ihre ganz eigene Art interpretieren. Dazu gehört nicht nur, dass sie die alten Klassiker, wie die von Charlie Parker oder John Coltrane aufgreifen, sondern auch einmal rockige Stücke verjazzen und selbst Lieder komponieren.

Kennengelernt haben sich die vier Jungs aus Metzingen, Riederich und Grafenberg in der Metzinger Musikschule, in der sie von klein auf Instrumente gelernt haben. Was mit Blockflöten und klassischer Gitarre begann, ist heute waschechter Jazz, der das Publikum mitreißt. Für Quaternary sitzt Markus heute am Schlagzeug, Andreas spielt E-Gitarre, Benedikt Saxophon und Piano und David Kontrabass. Ihr Bandname Quaternary bedeutet "aus vier bestehend". "Von daher war das genau der richtige Name für uns", meint Benedikt.

Die vier leben heute verstreut in den Städten, in denen sie studieren, kommen aber immer wieder nach Hause zurück. Was sie verbindet, ist ihre Band und ihre Freude an der Musik. So treffen sie sich alle zwei Wochen im Proberaum der Musikschule, wo sie an neuen Stücken feilen und für Auftritte proben. "Es ist schön, dass wir immer wieder dahin zurückkommen können, wo alles angefangen hat", sagt Markus.

Der Musikschule haben sie viel zu verdanken, sagen sie. Hier entstand auch die Idee zu einer eigenen Band. "Das war, als wir mit Austauschmusikschülern aus Noyon nach den Proben gejammt haben", erzählt Andreas. Auch die Liebe zum Jazz sei aus der Big Band der Musikschule heraus entstanden, wie der 23-Jährige berichtet.

Der Auftritt beim Honky Tonk war für die Jungs ein Heimspiel. "Da waren alle unsere Eltern da und viele Freude, das war natürlich super! Das hat total Spaß gemacht", so Benedikt.

Seit ihrer Bandgründung im Jahr 2008 werden die vier für verschiedene Veranstaltungen gebucht. So haben sie schon in den Stuttgarter Wagenhallen, im Tübinger Schloss und bei vielen privaten Veranstaltungen, wie Hochzeiten oder Jubiläen, gespielt. Seit Kurzem ist auch eine junge Sängerin mit im Boot. Die 23-jährige Hannah Neuhaus aus Mittelstadt gibt dem Jazzquartett jetzt eine Stimme.

Gemeinsam auf der Bühne zu stehen, das ist das, was die jungen Musiker begeistert. "Wenn man nur für sich zu Hause spielen würde, würde was fehlen", sagt Benedikt. Die Musik anderen näher zu bringen, das gehöre einfach dazu. "Es ist toll, wenn die Leute mitgehen", schmunzelt David.

Die Musik ist für die vier ein Ausgleich zum Alltagsstress. "Das haben wir uns in unserer Schulzeit erarbeitet und es ist einfach super, um abzuschalten, früher von der Schule, heute vom Studium und später dann von der Arbeit", so Benedikt.

Auch wenn sie alle einen Beruf außerhalb der Musik anstreben, soll der Jazz und ihre Band immer ein wichtiger Bestandteil sein. Einen gemeinsamen Traum haben die vier nämlich: "Dass wir in 30 Jahren immer noch zusammen Musik machen", sagen sie. Darüber freuen sich dann alle Jazzliebhaber und auch die, die es beim Zuhören garantiert werden.

Info Infos und Hörproben unter www.quaternary.de

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