Vereinsheim ist keine Dauerlösung

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Die Sanierungsmaßnahmen zur Beseitigung der im Kindergarten Teckstraße festgestellten Schadstoffbelastung durch PAK, das ist die Abkürzung für polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe, kostet nach ersten Schätzungen rund 78 000 Euro.

Architekt und Diplom-Ingenieur Steffen Rothweiler von der S3-Architekten, die auch die Sanierung der Metzinger Sieben-Keltern-Schule leitet, erklärte dazu Einzelheiten im Gemeinderat. Es seien zwar schon erste Angebote eingegangen, aber nach derzeitigem Stand der Auftragslage könne man nicht davon ausgehen, dass eine Sanierung noch sofort in den Sommerferien möglich sei. Die Schadstoffbeseitigung müsse eine Fachfirma übernehmen. Er rechne damit, dass die Arbeiten bis Ende Oktober dauern werden.

Neue Decke für gute Akustik

Es müssen Böden erneuert werden, das heißt, das Parkett wird durch Linoleumbelag ersetzt, mit entsprechender Aufarbeitung des Untergrundes. Zusätzlich soll auch die Decke erneuert und dabei auch die Akustik verbessert werden. Sicher sei noch nicht, ob der festgestellte Geruch von den Schadstoffen komme, aber bei der Suche nach der Geruchsursache habe man die Schadstoffe ermittelt, erklärte Bürgermeister Rainer Taigel. Darum sei die schnelle Übergangslösung mit dem Umzug in das Vereinszentrum getroffen worden. Taigel dankte allen Beteiligten für die schnelle Umsetzung. Die Vereine können in der Zeit das Vereinsheim nur bedingt oder gar nicht nutzen, waren aber sofort einverstanden mit der Lösung.

„Quer lüften ist keine Dauerlösung“, unterstrich Taigel die Dringlichkeit für den vorübergehenden Sofortumzug des Kindergartens. Die Sanierung sei unumgänglich. „Wir hoffen auf eine schnelle Lösung.“

Kämmerin Sylvia Zagst teilte mit, dass außerdem Kontakt zum Gesundheitsamt bestehe, ob weitere Untersuchungen erforderlich seien und informierte über die Finanzierung. 50 000 Euro können aus Haushaltsresten an Mitteln übertragen werden. Die seien noch vorhanden, weil auf die Fassadenerneuerung des Feuerwehrhauses verzichtet wurde, da diese eine energetische Sanierung und damit Verteuerung erfordert hätte.

Die Mittel habe man auf die Renovierung der Außenfassade vom Kindergarten übertragen, auf die man nun aber verzichten müsse, um die zwingend erforderlichen Sanierungsmaßnahmen zu bezahlen. Der Rest müsse als außerplanmäßige Ausgabe aus dem laufenden Haushalt finanziert werden.

Hier ist „Gefahr im Verzug“, führte Gemeinderat Ulrich Immler als wichtiges Argument für die Zustimmung des Gremiums zur Sofortmaßnahme an.

Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe, kurz PAK, sind Nebenprodukte, die durch unvollständiges Verbrennen von Materialien, wie Holz und Kohle, entstehen. Laut Umweltbundesamtes sind viele PAKs krebserregend, erbgutverändernd und/oder fortpflanzungsgefährdend.

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