Unterschriften gegen Gen-Weizen

Ruhe auf dem Acker - alles gentechnikfrei hier in Deutschland? Ganz so einfach ist die Sache nicht. Der Arbeitskreis Gentechnik-Freies Ermstal (AGE) weist auf eine Eingabe gegen Freilandversuche hin.

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Zwar findet 2012 in der Tat kein kommerzieller Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen in Deutschland statt, zumal derzeit ohnehin nur die "Gen-Kartoffel Amflora" in Deutschland eine Anbauzulassung hat. Nichtsdestotrotz finden auch hierzulande Freisetzungsversuche statt. So macht das Umweltinstitut München nun auf seiner Website auf einen für 2012 bis 2014 geplanten Versuchsanbau von gentechnisch verändertem Weizen aufmerksam und hat eine Mustereinwendung verfasst, welche bis zum 23. Oktober an die Genehmigungsbehörde, nämlich das Bundesamt für Verbraucherschutz und Landwirtschaft (BVL) geschickt werden kann.

Das Leibniz-Institut für Pflanzengenetik (IPK) beabsichtigt, zwischen 2012 und 2014 einen Freisetzungsversuch mit genmanipuliertem Weizen durchzuführen. Das Freilandexperiment soll am Standort Üplingen (Sachsen-Anhalt) stattfinden. Das Umweltinstitut München kritisiert, dass in diesem Falle Steuergelder für die Entwicklung von gentechnisch verändertem Weizen ausgegeben werden, obwohl die große Mehrheit der Verbraucher gentechnisch veränderte Lebensmittel ablehnt. Schließlich ist das IPK eine Stiftung des Bundes und der Bundesländer und wird zu einem Großteil aus öffentlichen Mitteln finanziert. Weiter wird kritisiert, dass gentechnisch veränderter Weizen sich mit verwandten Wildkräutern kreuzen kann und der vom IPK vorgesehene Sicherheitsabstand zum nächsten Weizenfeld mit 50 Meter viel zu gering ist.

Die Mustereinwendung des Umweltinstituts München sowie weitere Hintergrundinformationen sind auf der Internetseite des Umweltinstitus zu finden. umweltinstitut.org/gentechnik/freisetzungsversuche/einwendung-gen-weizen-1034.html. Interessierte Bürger können die Mustereinwendung über die Internetadresse ausdrucken und mit nur einer oder auch mit mehreren Unterschriften an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Landwirtschaft (BVL) schicken, die Adresse des BVL ist auf der Einwendung vorgedruckt. Außerdem liegen die Mustereinwendungen auch in verschiedenen Läden der Metzinger Innenstadt bereit. Für weitere Auskünfte und Fragen steht auch Karin Berkemer vom AGE zur Verfügung, Telefon: (0 71 23) 1 81 10.

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