Technik-Mekka auf der Alb-Schanze

Zum dritten Familientag des Luftsportvereins Roßfeld verwandelt sich die Alb-Schanze zu einem Mekka für Old- und Young-Timer.

|
Menschen, Motoren, Flugzeuge und nahezu 30 Alphörner bevölkerten das Roßfeld.   Foto: 

Mit einer ganzen Latte an Attraktionen wartete der Luftsportverein Roßfeld zu seinem dritten Familientag hoch über Glems auf: Der Verein hat ein nagelneues doppelsitziges Schul-Segelflugzeug des Typs ASK 21 in Dienst gestellt. Bernd-Dieter Reusch von der Volksbank Ermstal-Alb übernahm die Patenschaft und zusammen mit Vereinsvorstand Reiner Gaa die Taufe auf den Namen „Ermstal-Schwalbe“.

Die Flottenführer der Oldtimer-Parade auf dem Roßfeld hatte sich heuer Nachwuchs gewünscht: Dieser tuckerte reichlich die Serpentinen der Glemser Steige hoch, in Form von bildhübschen Youngtimern. Einige der Schmuckstücke: Ein original Pontiac Firebird, ein 1978er Triumph aus dem Englischen Königreich, ein Opel Kapitän in seiner ganzen Chrompracht, ein Porsche Cabrio 356 B von 1960, ein Vertreter der „Generation Golf“ zählte auch schon dazu. Selbstverständlich der handliche Trabant P 611 Zweizylinder von „Sachsenring“. Dazwischen etliche Käferhauben mit treuherzig kullerndem Augenaufschlag und eine 350 Kilogramm schwere BMW Isetta mit ihren 13 PS in den Geschmacksfarben Senf und Vanille.

Ein stolzes Möbelstück auf dem Albrasen: die milchkaffeebraune VW 1600 Limousine mit stilechten Sisal-Fußmatten, Feuerlöscher im Font, Picknick-Ausstattung der Extraklasse, handbetriebenen Jalousien und eingehäkelter Toilettenrolle unterm Rückfenster. Den Dachgepäckträger aus Holz zierte ein original Cola-Cooler in Rot und ein Dreirad vom Speicher, das ziemlich schräg nach quietschen aussah. Ein echter Hingucker!

Am gleichen Feldweg gegenüber präsentierte sich die elektrogetriebene Fahrzeug-Generation in Form von Bikes und superschnellen geräuscharmen Segways mit mega-trendigen Chassis. Die sanfte Senke zum Hangar hin blieb den Vereinsflugzeuge vorbehalten: Ein Flotten-Querschnitt vom Ultraleicht-Motorflugzeug über Segler bis Mose. Für Einsteiger bietet der rund 60 Aktive zählende Verein (plus 110 Passive und 14-köpfiger Jugendgruppe) eine sogenannte „Jahres-Flatrate für Fußgänger“ an. Enthalten sind neben der Grundschulung und der Flugausbildung sämtliche Gebühren sowie der Vereinsbeitrag. Für die Ausbildung mit dem vereinseigenen Motorsegler wird eine Segelflug-Lizenz vorausgesetzt.

Der dritte Familientag auf dem Roßfeld startete mit einem zünftigen Weißwurst-Frühstück und ökumenischem Gottesdienst in den Sonntag. Der wurde begleitet von einem weiteren Highlight: einem rund 30 Frauen und Männer starken Verband von Alphornbläsern aus ganz Baden-Württemberg. „Den Sound kriegt man nicht überall“, kommentierte Cheforganisator Eberhard Scheu. Längst fester Bestandteil ist der Funparcours für die Jüngsten, mit Hüpfburg, Glücksrad, Ponyreiten, Schminken, Bungee-Trampolin und Luftballon-Wettbewerb.

„Das Roßfeld ist eher abgelegen“, erklärt Scheu den großen Auftrieb, „wir haben uns lange überlegt, was wir machen sollen, um uns von den Drachenfesten und Dampfmaschinenausstellungen in der Umgebung abzusetzen“. Zufrieden stellt Scheu fest, dass zum schon viele Stammgäste kommen: „Es etabliert sich“.

Mit von der zuverlässigen Truppe ist die „Interessengemeinschaft Pferdefreunde Glems“ um Holzrücker Hartmut Notheis. Zum historischen Ackertag im zünftigen Woodpecker-Lager hatten sich Kaltblüter, Ziegen und merkwürdige, bunte Kartoffelsorten versammelt.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung
Kommentieren

Kommentare

05.09.2016 08:49 Uhr

Armutszeugnis!

Es ist ein Armutszeugnis, dass ein LUFTSPORT-Verein sein jährliches Fest auf seinem eigenen Fluggelände ausrichtet und an diesem Tag nicht ein einziges Flugzeug in die Luft bekommt! Flugtag Rossfeld? War da mal was? Vorschlag: Verlegt diese Veranstaltung auf das Festgelände Bongertwasen und lasst es vollends ganz verwässern mit Reinigungsmittel- und Pfannen-Verkaufsständen. Besser erreichbar und umweltschonender wär's allemal.

Antworten Kommentar melden

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Motorradfahrer verunglückt in Seeburger Steige

Ein Unfall auf der B 465  am frühen Montagabend forderte einen schwer verletzten Motorradfahrer. weiter lesen