Strahlende Kinderaugen

|

Mehr als 40 Jahre ist das Ferientagheim auf dem Metzinger Bongertwasen inzwischen alt. Teile der Einrichtung sind zwischenzeitlich saniert worden, Personal ist gekommen und gegangen, doch eines ist auch nach Jahrzehnten noch ungebrochen: die Begeisterung der Kinder für die Ferienfreizeit.

Traditionell ist der Ansturm darauf so groß, dass die Evangelische Kirchengemeinde als Veranstalter zwei jeweils zweiwöchige Freizeiten anbietet. Der erste Block mit 180 Kindern ging am Freitagnachmittag zu Ende, schon an diesem Montag beginnt die zweite Runde mit 150 weiteren Kindern.

Ein Neuer hat die Leitung

„Des einen Freud, des anderen Leid“, möchte man meinen, schließlich wollen das Programm, die Fahrdienste und die Verpflegung möglichst ehrenamtlich organisiert sein. Dafür ist in diesem Jahr ein neues Gesicht in leitender Funktion verantwortlich: Matthias Keller. Und Leid verspürt der Student in seiner Rolle überhaupt nicht – zumindest dann nicht mehr, wenn er den Kindern gegenüber steht.

Im Februar habe er mit den Vorbereitungen begonnen, erzählt Keller. Natürlich sei ein es ganzer Berg an Dingen, die es zu bedenken und vorbereiten gelte. Manchmal sei das auch ein wenig trocken. „Aber wenn es dann los geht und ich 180 Kindern in die Augen sehe, die mich alle anstrahlen, dann ist das unheimlich bereichernd und alle Mühen im Vorfeld sind vergessen“, so Keller. Sein Strahlen im Gesicht verrät: „Die Freizeit macht mir unheimlich Spaß.“

Damit dem so ist, dafür muss und kann sich Keller auf eine ganze Schar an freiwilligen und ehrenamtlichen Helfern verlassen. Viele von ihnen waren als Kinder ehemals selbst bei der Freizeit und sind heute wieder als Betreuer dabei. Schüler und Studenten opfern ihre eigenen Ferien, um im Ferientagheim mithelfen zu können. Einige Ältere nehmen sogar für zwei Wochen Urlaub. Alleine 60 Helfer waren beim ersten Abschnitt im Einsatz, ab heute werden kaum weniger dabei sein.

Los geht ein „Arbeitstag“ um 8 Uhr. dann werden die Fahrer für die Busse eingeteilt, die die Kinder in Metzingen und den umliegenden Gemeinden einsammeln. Währenddessen bereitet das Küchenteam im Ferientagheim schon das gemeinsame Frühstück vor. Nachdem das eingenommen ist, folgt eine Gruppenzeit, das Mittagessen ehe am Nachmittag nochmals ein gemeinsames Programm auf dem Plan steht. Ein kirchlicher Input zu beginn und zum Abschluss eines jeden Tages darf natürlich nicht fehlen.

Workshops als Schmankerl

Höhepunkte für die Kinder sind freilich die besonderen Programmpunkte. Der Ausflug, das Fußballturnier mit gemischten Mannschaften, das Geländespiel oder die Übernachtung für die älteren Jahrgänge kommen besonders gut an. Ein Höhepunkt ist auch der „Workshop-Tag“, an dem in Kleingruppen verschiedene Aktionen, unter anderen wie Tennis, Backen, Hockey oder Speckstein, angeboten werden.

Sollte die Meinung vorherrschen, der Sommer zeige sich für eine Ferienfreizeit, die viel unter freiem Himmel und an der frischen Luft abläuft, nicht gerade von seiner besten Seite, der sieht sich getäuscht. „Nur die letzten eineinhalb Tage waren verregnet. Die Zeit davor war für unsere Belange geradezu optimal“, verlautet aus dem Helferteam.

Keinen Arzt gebraucht

Bleibt den Teilnehmern der heute beginnenden zweiten Freizeit zu wünschen, mit Wetter, Programm und Ablauf ebenso so viel Glück zu haben wie die erste Charge. Da verlief jedenfalls alles absolut reibungslos, „wir mussten kein einziges Mal mit einem Kind einen Arzt aufsuchen“, resümiert Matthias Keller. Hoffentlich bleibt’s so.

Kinder besuchen in diesen Sommerferien das Ferientagheim. Sie freuen sich ebenso über diese „Urlaubsmöglichkeit“ wie ihre Eltern, die so eine günstige Kinderbetreuung zur Verfügung gestellt bekommen.

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Der Wind am Weinberg

Der neue AKE-Vorsitzende Dr. Fritz Kemmler fordert mehr Mut von der Politik. Die muss auch energetischen Nischen eine Chance geben. weiter lesen