Puppe Lisa und der Bagger müssen mit

Eigentlich hätten die Kinder am Montagmorgen ja gleich in ihre neue Unterkunft im Harthölzle gehen können. Doch zuvor wurde den gewohnten Räumen im Kindergarten Sannental noch "Ade" gesagt.

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Im Kindergarten Sannental in der Sannentalstraße sah es am gestrigen Montagmorgen schon deutlich nach Veränderung, nach Auszug und Verlassen aus. Trotzdem waren neun Kinder noch einmal mit Eltern oder Großeltern in die gewohnten Räumlichkeiten gegangen, um den Umzug auch bewusst zu vollziehen - mit dem Weggehen aus dem einen Gebäude und dem Ankommen in dem neuen. "Die Kinder nehmen dabei einiges mit, was ihnen wichtig ist", erläuterte Sannental-Leiterin Martina Richter.

Natürlich musste die Puppe Lisa mit. Und ganz wichtig - der Bagger. Die Instrumente, Stofftiere, Spiele, alles rein in den Leiterwagen. Und dann konnte es auch schon fast losgehen. Doch halt: War da nicht noch was? "Habt ihr denn schöne Ferien gehabt", fragte Martina Richter vor dem großen Moment in die Runde. Etwas zögerlich antworteten die Kleinen mit "Ja". Ganz anders beim Singen, um den Tag zu begrüßen: Deutlich war da zu erkennen, dass sie das Lied schon viele Male mitgesungen hatten.

Bevor sie sich nun aber tatsächlich auf den Weg zum Kinderhaus Harthölzle begaben, rief Pfarrerin Petra Frey noch zum Gebet auf - schließlich handelte es sich beim Kindergarten Sannental um eine kirchliche Einrichtung, "das Gebäude gehört Stadt und Kirchengemeinde zusammen", so die Theologin. Der Sanierungsbedarf an dem Haus ist offensichtlich, aus diesem Grund sind die Kinder nun auch in das neue Gebäude umgezogen. "Es ist geplant, dass jetzt erst mal das Gebäude als Ausweichquartier für Rathausmitarbeiter genutzt wird", erläuterte Frey.

Warum es nur noch neun Kinder waren, die sich gestern auf den Weg in die neue Unterkunft gemacht haben? "Einige sind ja in die Schule gewechselt, ein paar weitere in andere Kindergärten, weil ihnen der Weg in die neue Einrichtung zu weit war", sagte Martina Richter. Sie selbst wird im Kinderhaus Harthölzle stellvertretende Leiterin sein: Während die Leitung vor allem mit Verwaltungsaufgaben der vier Gruppen beschäftigt sein werde, "war mir wichtig, dass ich weiterhin mit den Kindern in Kontakt sein kann", erläuterte Richter.

"Habt ihr den großen Laster gesehen, der unsere Möbel mitgenommen hat?" Natürlich haben die Kinder den bemerkt. Und warum bleiben manche Sachen wie Tische und Stühle dort im Kindergarten Sannental und werden nicht mitgenommen? "Schrott", ruft ein Kind sofort. "Die sind Schrott." Aber nicht alles, denn die liebsten und wichtigsten Gegenstände wie die Puppe Lisa und den Bagger haben die Kinder ja selbst im Leiterwagen zur neuen Unterkunft gezogen.

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