Mit viel Charme

Gute Ideen für ihre Stadt haben junge Planer der Seyboldschule entwickelt. Was entstanden ist, kann sich sehen lassen. Das findet man auch in Berlin, wo diese Woche ein dritter Preis an die Metzinger verliehen wurde.

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Lehrerin Susanne Bernauer und ihre Klasse 7/8 der Seyboldschule freuen sich über den Preis.  Foto: 

Mit dem Nachtzug aus Berlin gekommen und morgens pünktlich wieder in der Schule: Für zwei Schüler der Seyboldschule und Lehrerin Susanne Bernauer sind es derzeit spannende und aufregende Tage. Am Dienstagabend hatten die beiden Seyboldschüler als Vertreter ihrer Klasse aus den Händen von Staatssekretär Georg Schütte einen dritten Preis in Berlin in Empfang genommen. Die Heimatkunde-Aktion des Projekts Wissenschaftsjahr 2015-Zukunftsstadt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung hatte es in sich: Schüler waren dazu aufgerufen, Vorschläge zur Sanierung und zur Gestaltung ihrer Stadt zu unterbreiten. Die Konkurrenz war groß, zahlreiche Schulen und Schularten aus dem gesamten Bundesgebiet hatten sich beworben. Doch die Metzinger konnten sich durchsetzen und räumten den dritten Preis ab. Sie hätten die Jury mit ihrer innovativen Idee und dem interaktivem Stadtplan begeistert, urteilt zum Beispiel Jurymitglied Thomas Honeck vom Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung. "Absolut nutzerfreundlich und gut durchdacht", so Honeck. Die Schülergruppe schließe mit viel Charme an das Thema Stadtsanierung an. Sie beziehe die Geschichte der Orte sowie vielfältige Aspekte der Stadtstruktur ein.

Ein Bewusstsein für den urbanen Wandel schaffen und den Jugendlichen Einblicke in die eigenen Gestaltungsmöglichkeiten vermitteln, das wollten die Stifter des Preises aus dem Bundesbildungsministerium. Beides ist in Metzingen gelungen. Die zehn Seyboldschüler der letztjährigen Klasse 6/7, jetzt 7/8, waren eines Tages mit Fotokamera und Handy losgezogen, um auffällige Ecken in der Metzinger Innenstadt aufzunehmen: Straßen, Plätze, einzelne Häuser fanden sie auf ihrem Streifzug durch die Kelternstadt. Orte, die sie verbessern und verschönern wollten.

Dabei war es ihnen auch wichtig, sich über ihre Stadt zu informieren. Mittels Stadtplan und Heimatbuch holten sie sich auch Informationen zur Geschichte der einzelnen Objekte, Straßen und Plätze. Dann ging es los: Jeder Schüler zeichnete die jeweilige Stadt-Ecke so, wie er oder sie es sich vorstellt. Bunter müsste die Stadt werden, mehr Spielflächen, mehr Fußgängerzonen ausweisen, finden die Jugendlichen. So könnte zum Beispiel auch die Olgastraße zu einer Fußgängerzone umgebaut werden, sei diese doch sehr belebt. Ein kommunalpolitisch durchaus brisanter Vorschlag. Beeindruckt war die Jury zum einen von den Vorschlägen und der Vorgehensweise der Schüler. Vor allem aber gefiel den Juroren die Präsentation mittels interaktivem Stadtplan. Dort hatten die Schüler die Objekte, die sie untersucht hatten, markiert. Per Mausklick ist das entsprechende Gebäude oder die Straße zu sehen, wie es sich jetzt zeigt, einen Mausklick weiter geht es dann zu den Änderungsvorschlägen.

Ein freies Zugticket für die ganze Klasse in eine Stadt ihrer Wahl haben die Seyboldschüler gewonnen. Wohin es gehen soll, müssen sie nicht lange überlegen: nach Berlin. Schließlich schwärmen ihre beiden Mitschüler, die den Preis entgegennahmen, von der Bundeshauptstadt.

Info Wer sich für die Arbeit der Seyboldschüler interessiert, kann diese unter www.wissenschaftsjahr-zukunftsstadt.de einsehen.

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