Mehr Investitionen erwartet

"Wir haben uns im hart umkämpften Girokontenmarkt nochmals gesteigert", erklärt KSK-Vorstandsmitglied Hans Lamparter, "darauf sind im Haus alle besonders stolz. Was wir leben, steckt hier drin."

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2013 war für die Kreissparkasse Tübingen mit mehr Kundenkrediten auf hohem Niveau, steigenden Einlagen und einer Bilanzsumme mit moderatem Wachstum aus dem Privatkundengeschäft erneut erfolgreich. "Wir sind weit weg von einem Krisenjahr", betonte Vorstandsvorsitzender Dr. Christoph Gögler bei der Präsentation der Geschäftszahlen 2013, "aber auch vom Boom."

Die Kundenkredite durchbrachen mit einem Plus von 2,8 Prozent erstmals die 3-Milliarden-Euro-Marke. Die Kundeneinlagen nahmen um 0,6 Prozent auf 3,456 Mrd. Euro zu. Die Bilanzsumme der Kreissparkasse betrug zum Stichtag 4,829 Mrd. Euro (plus 0,9 Prozent). "Mit einer organisch wachsenden Eigenkapitalquote von 15,76 Prozent wird die Bank die Anforderungen von Basel III auch im Folgejahr erfüllen", bestätigte Gögler. Wichtigste Ertragsquelle blieb im vergangenen Jahr mit 127,1 Mio. Euro der Zins- und Provisionsüberschuss. Er stieg gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Mio. Euro. Der Verwaltungsaufwand nahm um 3,9 Mio. Euro auf 67,6 Mio. Euro zu. Als Jahresüberschuss werden 2,9 Mio. Euro ausgewiesen. Die Kreissparkasse hat sich 2013 am Markt mit vier Regionaldirektionen neu aufgestellt. Ein aus 13 Personen bestehendes Team Heilberufe, Freie Berufe und Gewerbekunden wurde gebildet, 33 neue Mitarbeiter eingestellt. Gögler: "Das Niveau der Erlöse wird durch steigende Kosten über die Jahre hinweg schwer zu halten sein."

Eine Marktanalyse unter rund 400 Unternehmen im Kreis Tübingen dokumentiert für die KSK eine Spitzenposition im Geschäftsgebiet vor allem durch "Transparenz und Flexibilität in den Kreditentscheidungen sowie der Beratung zu komplexen Themen". Für 73 Prozent der Befragten, so Lamparter, ist die Kreissparkasse Exklusivbank oder zumindest Hauptbankverbindung. Für ihn ist das Kreditgeschäft "Herzensangelegenheit" mit einem Wachstum gegen den Trend und dem zweitbesten Ergebnis überhaupt: Mit 333 Mio. Euro an neuen Krediten (plus 3,6 Prozent auf 1,388 Mrd. Euro) sieht sich die KSK ihrer Klientel aus dem klassischen Mittelstand mit inhabergeführten Unternehmen verpflichtet. Bei weiter zurückhaltenden Investitionsklima: "Wir hätten uns mehr gewünscht", kommentierte Vorstandsvorsitzender Gögler, "der Außenhandel spielt für die Region und im Kreis Tübingen eine wichtige Rolle. Die Rahmenbedingungen deuten auf ein stabiles Umfeld hin." Lamparter sieht in der Region eine "positive Grundstimmung" mit Unsicherheiten etwa in der Devisenpolitik: "Die Eigenkapitalentwicklung der Unternehmen ist hervorragend. 2014 sind Ersatzinvestitionen zu erwarten, die aufgrund des Fachkräftemangels auch im Dualen Bereich in eine zunehmende Rationalisierung münden werden."

Mit 46 Existenzgründungen bei einem Finanzierungs-Gesamtvolumen von 8 Mio. Euro entstanden in der Region 150 neue Arbeitsplätze. Der Schwerpunkt, so Gögler, liegt bei Ausgründungen aus dem Universitätsbetrieb. Die Ausleihungen für den privaten Wohnungsbau kletterten um 4,6 Prozent auf 1,663 Mrd. Euro. 2013 wurden 119 Darlehen über 9,1 Millionen Euro mit Familienbonus abgeschlossen. Dabei fehlt es in Tübingen dringend an Baugrundstücken. "Wir sind zuversichtlich, dass wir den negativen Trend beim Bausparen 2014 stoppen können", so Lamparter. Der Immobilienmarkt sei geprägt von Gebrauchtobjekten auf Stuttgarter oder Freiburger Niveau.

Der Hagelsturm, der am 28. Juli 2013 durch den Kreis Tübingen gefegt war, erwies sich als das größte Schadensereignis in der Geschichte der Sparkassenversicherung. Mehr als 4000 Schadensmeldungen wurden zusätzlich abgewickelt. Mit einem Spitzenwert von 14,9 Millionen Euro ist die Kreissparkasse nach wie vor einer der größten Steuerzahler im Kreis. 40 Prozent davon kommen aus der Gewerbesteuer.

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