Mehr ein Unternehmer als ein Politiker

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US-Präsident Donald Trump an seinem Schreibtisch im Weißen Haus.  Foto: 

In der Bad Uracher Innenstadt haben Luke Schwörer und Luca Buck Menschen gesucht, die mit ihnen über den neuen US-Präsidenten Donald Trump reden. Sie wollten wissen, was sie von ihm halten.  Viele wollten sich nicht äußern, weil sie nichts von ihm halten oder grundsätzlich nichts sagen wollten.  Lediglich drei Passanten haben schließlich mit ihnen über Donald Trump geredet.

Der erste Passant hält nicht viel von Donald Trump als Person. Er denkt, dass Trump eher wie ein konsequenter Unternehmer denn wie ein Politiker handle. „Wenn er sagt: ‚Das mache ich!’ dann macht der es auch, egal ob es den anderen schadet oder nicht.“ Trumps unternehmerisches Denken zeige sich beim Bau der mexikanischen Mauer, „aber Mauern sind allgemein Unsinn“. Das Einreiseverbot empfindet er als unnötig. Wenn er an die Zukunft mit Trump denkt, „habe ich schon ein leichtes Grummeln im Bauch“. Die Schüler wollten zudem wissen, ob Trump Deutschland schade. „Ich habe schon etwas Angst, aber er kann ja nicht alles so machen, wie es ihm gefällt, er muss sich auch an Gesetze halten.“ Er befürchtet zudem, dass Trump mindestens die vier Jahre im Amt bleibt.

Mauer ist völliger Irrsinn

Ein anderer Passant hält Trump für einen „rücksichtlosen Mann“, der darauf bedacht sei, dass seine Geschäfte laufen. Ihm mache es Angst, wie Trump seine Politik führen möchte und ist gespannt, ob und wie es weitergeht. „Und ob es so auch in Amerika toleriert wird.“ Von der Mauer entlang der mexikanischen Grenze hält er gar nichts: „Völliger Irrsinn, ganz klar!“ Ob Trump Deutschland schaden werde, fand er schwierig zu beantworten, „aber ja, ich glaube schon“. Vor der Person Trump hat er allerdings, was die Zukunft betrifft, keine Angst.

„Ich war sehr überrascht, dass er überhaupt Präsident werden konnte“, erzählte ein weiterer Befragter den beiden Schülern. Ob Hillary Clinton besser gewesen wäre, könne man nicht genau sagen, „aber ich denke schon“. Froh ist er deshalb, dass Trump nicht in Deutschland regiert. Dass die Mauer an der Grenze zu Mexiko gebaut und von den Mexikaner bezahlt werden soll, findet er nicht gut. „Es geht nicht, dass er ein anderes Land nun mehr oder weniger ausgrenzt, denn es sind auch nur Menschen und er kann nicht Entscheidungen treffen, die unmenschlich sind.“ Auch das  Einreiseverbot findet er „einfach doof und nicht wirklich sozial“. Insgesamt ist er froh, dass Trump nicht in Deutschland ist, und dass es Gesetze und Systeme gibt, die Trump  Einhalt gebieten. Allerdings fürchtet er, dass Trump indirekt Deutschland schaden könne, je nachdem was er im Bereich der Wirtschaft entscheide. Dass Donald Trump diese und eine weitere Amtszeit regiert, davon geht er indessen nicht aus.

US-Präsident Donald Trump hat am Samstag, 29. April, seine 100 Tage im Amt verbracht. Der Immobilienmilliardär hat seit seinem Amtsantritt am 20. Januar mit einer Reihe umstrittener Maßnahmen für Aufruhr gesorgt. So wollte er per Dekret die Einreise von Menschen aus bestimmten muslimischen Staaten vorübergehend verbieten; das Vorhaben wurde von der US-Justiz aber gestoppt.

Für Schlagzeilen sorgten unter anderem auch die engen Kontakte seines Teams zu Russland und seine deutliche Kritik an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die ihn Mitte März erstmals seit seinem Amtsantritt in Washington besuchte. Besonders zerrüttet ist Trumps Verhältnis zu vielen Medien, denen der Rechtspopulist regelmäßig vorwirft, Falschnachrichten zu verbreiten. AFP

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