Land fördert auch Kulturprojekte in der Region

Der Innovationsfonds Kunst stellt 930 000 Euro bereit. Damit fördert er von 152 Anträgen nun 42 Projekte - sechs davon in unserer Region.

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Matthias Bitzer.  Foto: 

Der Innovationsfonds Kunst ist von der Landesregierung 2012 eingerichtet worden. Er gilt mit seinem Ziel, neue Akzente und "Impulse zur Weiterentwicklung der Kunst- und Kultureinrichtungen" zu setzen, als "wichtiger Baustein in der Kulturpolitik" der grün-roten Regierung. Der Innovationsfond Kunst, sagt Staatssekretär Jürgen Walter, nehme damit sogar "eine bundesweite Vorreiterrolle" ein. Insgesamt 152 Anträge gingen in der nunmehr achten Runde ein - 42 davon werden mit insgesamt 930 000 Euro gefördert. So entschied eine Jury um die SWR-Kulturexpertin Dr. Susanne Kaufmann.

Sechs dieser Projekte sind in der Region Neckar-Alb angesiedelt. Besonders reich bedacht wurde dabei Tübingen mit drei Förderzusagen. Auf der Alb erhält das Regionaltheater Lindenhof 30 000 Euro für "We shall overcome", ein MusiktheaterExperiment zum 35. Geburtstag des Theaters 2016. Das Projekt beschäftigt sich mit Leben und Werk des berühmten Liedermachers Pete Seeger und soll durchs ganze Land reisen. 25 000 Euro gehen ebenfalls in den ländlichen Raum an ein weiteres, geplantes interdisziplinäres "Vor Ort 2"-Künstlersymposium in Starzach mit Schwerpunkt auf neuen Medien, Social Art, Performance und experimentellem Musikformen - dahinter steht der Verein "Schnittstelle Eleven". Das Landestheater Tübingen Reutlingen (LTT) wiederum bekommt 20 000 Euro für sein neues, partizipatives Format "The Faith Game", ein ständig neu entwickeltes Spiel zum Thema Glauben, bei dem Zuschauer(innen) vorbereitende Fragen stellen und das Publikum live entscheidet.

"Haustiere: lieb und lecker" heißt ein Projekt am Stadtmuseum Tübingen speziell für bildungsferne Kinder und Jugendliche, hier liegt die Förderung bei 15 000 Euro. Ferner gehen 5 000 Euro an das Projekt Werkstattkonzerte im klassischen "vielklang"-Festival Tübingen. Diese Konzerte finden vormittags an Schulen statt, international gefragte Musiker stellen dabei sich und ihre Programme vor.

Schließlich die Ausstellung "Refresh 2016" vom Kunstverein Hechingen, die mit 2 800 Euro unterstützt wird. Im Mittelpunkt steht dabei der renommierte, in Berlin lebende Maler Matthias Bitzer (* 1975), der im Zollernalbkreis aufgewachsen ist und 2010 den Otto-Dix-Preis erhalten hat - "als Beispiel einer internationalen künstlerischen Karriere aus der Region heraus", wie es heißt.

Das Spektrum der geförderten Projekte ist breit, reicht von einem "Multi-Touch-Table" für klassische Musik der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz über neue Formen der Lyriklesung in Freiburg bis hin zu einer "Kulturschule" des Nationaltheaters Mannheim auf dem Ex-Kasernengelände Benjamin Franklin, wo derzeit rund 12 000 Flüchtlingen untergebracht sind.

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