Kluges Agieren und die weitere Lust am Lernen

Insgesamt 101 Absolventen haben ihre Gesellenprüfung zum Gebäudereiniger an der Gewerblichen Schule bestanden. Seit Freitag sind sie nun losgesprochen und können damit voll in den Beruf einsteigen.

|

"Für jeden von uns gibt es Stationen, die einen fürs Leben prägen", erklärte Günter Bogenrieder, stellvertretender Landesinnungsmeister der Gebäudedienstleister. Schließlich sei für die jetzigen Gebäudereiniger-Gesellen nicht nur die Zeit an der Gewerblichen Schule ein wichtiger Abschnitt gewesen. Der Tag der Verleihung des Gesellenbriefs sowie die Lossprechung sei auch der "Champions-Day" und somit eine Hürde für die berufliche Zukunft genommen.

Doch während die Nachwuchskräfte, so Bogenrieder weiter, jetzt auf sich stolz sein könnten, könnte auch das Handwerk stolz sein. Denn mit dem Abschluss gebe es neue, erfolgreiche und qualifizierte Gesellen, die ihr Können und ihre Leistung unter Beweis stellen würden. Trotzdem mahnte Bogenrieder, dass die bisherigen Anstrengungen nicht nachlassen dürften. Kluges Agieren sei deshalb genauso gefragt wie die Lust am Lernen, die unabdingbare Voraussetzung sei, um sich weiterzuentwickeln. Während die 101 Absolventen des jetzigen Jahrgangs aus Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz, Hessen sowie dem Saarland stammen, freute sich zudem Schulleiter Roland Kiesel für die jungen Fachkräfte. Denn: "Mit ihrem Gesellenbrief können Sie durchstarten."

Wer das bereits gemacht hat, ist hingegen die angehende Lehrerin im Bereich Gebäudereinigung an der Gewerblichen Schule, Aysun Akdemir. Die 28-jährige, gebürtige Würzburgerin hat nach ihrem Hauptschulabschluss nämlich nicht nur eine kaufmännische Ausbildung absolviert. Sie ist selbst gelernte Gebäudereinigerin, die im elterlichen Betrieb arbeitete, ihren Meister gemacht hat und anschließend ein Studium der Betriebswirtschaft abschloss, um ihrem Traum vom beruflichen Aufstieg näherzukommen.

Dennoch: "Von der Hauptschule zum Meister war es nicht einfach", erklärte Aysun Akdemir. Letztlich müsse aber jeder wissen, wohin der eigene Weg führe. Und obwohl sie ihr großes Ziel nicht gleich erkannt habe und es immer ein wenig von Nebel umgeben gewesen sei, sei sie mit der jetzigen Lehrerausbildung an ihrem Ziel.

Während dafür neben Geduld auch Glück notwendig gewesen sei, so Aysun Akdemir weiter, sei für sie Stillstand, "das Schlimmste, was man sich selbst antun kann". Doch selbst ihr sei zwischendurch die Energie abhanden gekommen. Sie habe jedoch für sich und mithilfe einer mehrmonatigen Weltreise neue Eindrücke gewonnen, die Kraft gegeben hätten.

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Kalt erwischt: Äpfel werden dieses Jahr zur Mangelware

In den städtischen Obstanlagen werden voraussichtlich nur drei bis vier Tonnen Früchte geerntet. Schuld daran trägt der Frost im April. weiter lesen