Kaiserberge im Nebel und Regen

Zwei der Kaiserberge, der Hohenstaufen und der Hohenrechberg, waren das Ziel der SAV-Senioren bei der Oktober-Wanderung.

|

Trotz Regens starteten die Metzinger, Riedericher und Gäste aus Mössingen, Sirchingen, Bad Urach und Pliezhausen am Morgen in bester Stimmung. Der Hohenstaufen als stumpfer Kegel oder umgedrehter Becher (Stauf) und der Hohenrechberg ragen aus der vergleichsweise flachen Umgebung heraus.

Der Hohenstaufen war sehr gut geeignet im 11. Jahrhundert, um dort eine Burg zu errichten, von der das gesamte Umland und besonders die Ost-West-Wege im Remstal und Filstal zu übersehen und zu kontrollieren waren. Herzog Friedrich I. von Schwaben war der Erbauer und fügte dann den Namen des Burg-Berges (Staufer), wie damals üblich, hinzu. Auch verwandtschaftliche Verflechtungen mit dem Kaiser-Geschlecht der Salier verhalfen der Dynastie der Staufer zur Macht in Mitteleuropa und bis Sizilien und Spanien über die Zeit von 250 Jahren. Kaiser Barbarossa war einer der bekanntesten Herrscher. 1525 wurde die Burg während des Bauernkrieges zerstört. Die nach Ausgrabungen und alten Dokumenten aufgemauerten Fundamente markieren jetzt die Umrisse der Burg.

Während der Anfahrt der Albvereinssenioren gab es einen Überblick über geologische und geschichtliche Fakten. Die Wanderer informierten sich in der Dauerausstellung am Fuße des Berges über Einzelheiten. Der anhaltende Dauerregen und Nebel waren dann kein Hinderungsgrund, die Wanderung auf und um den Berg aufzunehmen. Nach der ersten Etappe waren alle dankbar für eine Pause, auch mit heißem Kaffee, serviert vom Busfahrer. Die geplante Wanderung über den Aas-Rücken wurde dann aber wegen der Nässe und rutschiger Wegverhältnisse unterlassen. Die Bezeichnung Aas-Rücken ist übrigens auf das äsende Wild zurückzuführen.

Eine unermüdliche Gruppe nahm die Wanderung dann wieder am Ortseingang Rechberg mit steilem Anstieg zum Hohenrechberg auf. Die auf dem westlichen Bergsporn liegende Burgruine Hohenrechberg wurde natürlich besichtigt.

Zusammen mit der zweiten Gruppe, die die Hilfe eines Pendelbusses nutzen konnte, wurde schließlich die Bergkuppe inspiziert und die Wallfahrts-Kirche zur Schönen Maria besucht. Die Wallfahrts-Kirche hat ihren Ursprung im 11. Jahrhundert. Ein Einsiedler ließ sich oben nieder mit einem Marien-Bild, für das er später eine Holzkapelle errichtete. Die jetzige Barockkirche wurde im 17. Jahrhundert erbaut. Tausende Gläubige und Einzelbesucher kommen jährlich auf den Berg und in die Wallfahrtskirche.

Die Einkehr auf dem Berg und ein kurzer Abstecher nach Schwäbisch Gmünd rundeten den Tag ab. Die Teilnehmer waren sich einig: Trotz der widrigen Wetterbedingungen hatten sie eine sehr reizvolle Unternehmung erlebt, die sehr wohl wiederholt werden sollte. Folglich war die gute Stimmung auch bei der Verabschiedung in Metzingen noch ungetrübt.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Im Schritttempo auf der Ulmer Steige

Die Autofahrer haben sich auf den Schneefall eingestellt – nur in Hengen kam es zu einem glättebedingten Unfall. Leichte Schneeverwehungen gab es bei Römerstein. weiter lesen