Interessantes, Kurioses und Staunenswertes

Bei herrlichem Sommerwetter führte der diesjährige Ausflug des Gesangverein Eintracht Lonsingen ins Kloster Maulbronn, einem Weltkulturerbe.

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Als eine der besterhaltenen mittelalterlichen Klosteranlagen wurde das Kloster Maulbronn 1993 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. Im Mittelalter lebten hier über 100 Mönche und 300 Laienbrüder. Sie rodeten das Land, legten eine ausgeklügelte Wasserversorgung an und versorgten sich selbst von ihren umfangreichen Besitzungen. Die Klostergründung durch die Zisterzienser um 1138 an diesem Ort soll angeblich einem Maulesel zu verdanken sein: Das Tier lief ins Tal der Salzach und war einfach nicht mehr wegzubringen. Heute sind in den Klosteranlagen das Rathaus, die Polizei und Seminarräume und ein Veranstaltungsraum und die Klosterverwaltung untergebracht.

 Bei der Führung durch das Kloster erfuhren die Ausflügler viel Interessantes, Kurioses und Staunenswertes, wie, dass die Türen am Haupt- und Südportal von einer Tanne stammen, die 1178 gefällt wurde. Die Türen sind heute noch bestens original erhalten!

Oder: „No nix verkomma lassa“: Um in der Fastenzeit ein wertvolles Stück Fleisch nicht verderben zu lassen, zerkleinerte es der Laienmönch Jakob und vermischte es mit Gemüse und versteckte es in Teigtaschen. So entstanden die „Hergottsbscheißerle“ oder auch die ersten schwäbischen Maultaschen.

 Beim Rundgang durch den Speisesaal, die Kirche und den Kreuzgang genossen die Musiker die Kühle an diesem heißen Tag und so verging die Zeit wie im Flug. Danach hatten die Lonsinger noch Gelegenheit, die riesige Anlage auf eigene Faust zu erkunden und in der Klostergaststätte  das Mittagessen einzunehmen.

Am Nachmittag ging es weiter ins Winzerdorf Neipperg bei Brackenheim. Dort war für dieses Wochenende ein Weinfest angekündigt. Leider war man etwas zu früh dran, denn die Helfer waren erst noch am Herrichten. Aber kurzerhand wurden die Eintracht-Sänger trotzdem aufs Beste bewirtet – mit einigen Liedern sagten sie Dank. 

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