Hund und Herr stellen sich dem Wettkampf

Einen anspruchsvollen Wettkampf absolvierten die Turnier-Teams in Metzingen. Es ging auch um die Quali zur Südwestdeutschen Meisterschaft.

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Sportliches Talent bewiesen Hund und Hundeführer beim Wettkampf am Wochenende.  Foto: 

Für Stefan Bräuchle und seinen zweijährigen Deutschen Schäferhund-Rüden "Juri von den Querulanten" ging es um viel: Die Qualifikation für die Südwestdeutschen Meisterschaften im Hundeturniersport und um den Aufstieg im Vierkampf in die nächsthöhere Stufe. Knackpunkt beim zweitägigen Wettkampf auf dem Gelände des Vereins der Hundefreunde Metzingen und Umgebung (VDH) war die "Unterordnung". Von 60 erreichbaren Punkten in der Gehorsamsprüfung verlangt die Qualifikation 54. Dabei geht es nicht nur um Technik und Zusammenspiel des Teams aus Hund und Hundeführer, sondern auch um den Gesamteindruck, der beim Leistungsrichter hinterlassen wird.

Rund 70 Teams in unterschiedlichen Klassen traten am Sonntag zu den Qualifikations-Wettkämpfen für die Verbandsmeisterschaften an. Die Disziplinen liefen parallel auf drei Ringen. Zum laufsportlichen Vierkampf zählen beim Hundeturniersport der Hürdenlauf für Hund und Hundeführer. Dabei nimmt das Team die Hindernisse bei Fuß gemeinsam und auf Zeit. Auch beim Slalomlauf gehen Hund und Hundeführer gemeinsam über die Distanz. Beim Hindernisparcours zeigt das Tier seine Geschicklichkeit. Die Zeit wird genommen, wenn beide über der Ziellinie sind. "Der Vierkampf ist auch für den Hundeführer ein relativ sportlicher Wettkampf", erklärt der Metzinger Hundeführer Stefan Bräuchle, "bei gesunden Hunden ist die Laufzeit vom Hundeführer abhängig. Mit Hunden, denen Wettkämpfe keinen Spaß machen, schafft man hier nur mäßig gute Ergebnisse." Entsprechend gespannt und diszipliniert war die Atmosphäre am Start.

Zulassungsvoraussetzung für die Verbandsmeisterschaften sind zwei gute Läufe bei Vorentscheidungen, die jeweils auf der Begleithundeprüfung aufbauen. Beim Metzinger Hundesportverein stand am Wochenende für eine Hand voll Mitglieder die Teilnahme schon zum Turnierbeginn fest. "Wir rechnen mit weiteren Qualifikationen", sagt Bräuchle, der selbst seit 2004 im Vierkampf steht und jetzt mit seinem vierten Hund in der Kategorie den Einzug bei den Südwestdeutschen schaffen will.

Für den VDH Metzingen als Ausrichter werden die Südwestdeutschen Verbandsmeisterschaften im Turnierhundesport am 3. Juli der Höhepunkt der Saison 2016. Die öffentliche Großveranstaltung wird im Otto-Dipper-Stadion in Metzingen stattfinden, mit genügend Platz für Zuschauer und Hundesportfans. Bei den Vereins- und Qualifikations-Meisterschaften am vergangenen Samstag und Sonntag traten rund 70 Teams aus Metzingen und dem Verbandsgebiet bei etwa hundert Starts an. Im Juli bereitet sich der Metzinger Verein auf ein Ereignis mit bis zu tausend Starts vor. Die Teilnehmer reisen dann schon am Donnerstag vor der Veranstaltung am Campground an.

Die vereinsinternen Meisterschaften im VDH werden über zwei Turniere pro Jahr ausgewertet. Am Wochenende maßen sich die Teams unter anderem im Dreikampf, im Mannschaftswettkampf (Combination Speed Cup) und im Geländelauf über zwei und fünf Kilometer. "Das ist Joggen auf Zeit", erklärte Stefan Bräuchle. Beim Geländelauf hängt der Hundeführer mit teils traumhaften Spitzenzeiten bei seinem Gefährten im Geschirr. Stefan Bräuchle ist selbst Nachkomme einer Hundesportler-Familie. Er sieht vor allem bei der Jugend im rund 360 Mitglieder starken Verein gutes Leistungspotenzial. Der VDH Metzingen ist mit seinem Trainingsprogramm von der Welpenschule über die Quereinsteigergruppe für Besitzer älterer Hunde bis zur Familiengruppe auch bei den verbandsgeprüften ehrenamtlichen Trainern gut aufgestellt.

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