Glemser melden ihre Wünsche an

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    Der Glemser Ortschaftsrat hat seine Budgetwünsche diskutiert. Foto: 
  • Die Glemser begrüßen ihre Gäste mit hübschen Willkommensschildern an den Ortseingängen, die allerdings in die Jahre gekommen sind. In der Otto-Single-Halle sind Duschen und Sanitäranlagen marode. Das Mühlgässle könnte 2020 saniert werden. 2/3
    Die Glemser begrüßen ihre Gäste mit hübschen Willkommensschildern an den Ortseingängen, die allerdings in die Jahre gekommen sind. In der Otto-Single-Halle sind Duschen und Sanitäranlagen marode. Das Mühlgässle könnte 2020 saniert werden. Foto: 
  • Im Mühlgässle soll der Belag saniert werden. 3/3
    Im Mühlgässle soll der Belag saniert werden. Foto: 
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Um die Duschen und­ ­Toiletten in der Otto-Single-Halle ist es nicht mehr gut bestellt. Auch die Fenster an den Sanitäranlagen sind in schlechtem Zustand und müssen wohl ersetzt werden, wie Ortsvorsteher Andreas Seiz am Montag im Ortschaftsrat ausführte. Deshalb möchte er die inzwischen 50 Jahre alte Halle als Posten im städtischen Haushalt 2018/19 vermerkt sehen: „Wir müssen eine Bestandsaufnahme machen.“

Ein weiterer Punkt auf Seiz’ Projektliste für den Etat sind die Ortseingänge an der Neuhäuser und Eninger Straße. Dort stehen Tafeln, die Besucher in Glems willkommen heißen, allerdings, sagt Seiz, sind die Schilder inzwischen alt und abgenutzt, weswegen er sich etwas Neues wünscht: „Da gibt es viele gestalterische Möglichkeiten.“ Denkbar wäre etwa eine Obstpresse, um auf die landwirtschaftliche Tradition des Dorfes hinzuweisen, auch Blumenbeete kann sich Seiz an den beiden Ortseingängen gut vorstellen.

Mühleplatz und Glemsbach

Ein neues Gesicht soll nach dem Wunsch der Glemser auch das Mühlplätzle erhalten. Die dafür notwendigen Arbeiten ließen sich dabei bestens mit der ohnehin anstehenden Sanierung von Kanal und Straßenbelag im Mühlgässle verknüpfen. Diese ist bereits im mittelfristigen Finanzplan der Stadt vermerkt, im Jahr 2020 könnten die Arbeiten in der Straße beginnen. Für die neue Gestalt des Mühlplätzles liegen bereits Pläne vor, einzig das Geld fehlte bislang für das Vorhaben, das an dieser Stelle zugleich die Renaturierung des Glemsbachs beinhalten soll, wie Andreas Seiz ausführte. Er signalisierte am Montag außerdem seine Unterstützung für den Vorschlag des Neuhäuser Ortschaftsrates, die Sanierung der Stauseestraße als Projekt in den städtischen Haushaltsplan aufzunehmen: „Das liegt mir ebenfalls am Herzen.“ Werde die Strecke repariert, nutze das nicht zuletzt den Landwirten aus dem Ort und schone überdies die Feldwege auf Glemser Markung. Schließlich wähle manch Traktorfahrer angesichts des schlechten Zustands der Stauseestraße lieber eine andere Route, um zu seinem Grundstück zu gelangen.

Ortschaftsrat Gotthilf Herr schlug am Montag zudem vor, eine Planungsrate in den Haushalt aufzunehmen, die es Fachleuten erlaubt, Ideen für die Zukunft von Schule und Kindergarten (er ist im Glemser Schulgebäude untergebracht) zu entwickeln. Ein Thema, das auch Otto Sailer auf den Nägeln brennt. Er plädierte gleichfalls für eine solche Lösung, „damit wir nicht so viel Zeit verlieren“. Schließlich gehe es auch um die Frage, ob das Angebot für den Kindergarten vergrößert werden könne oder solle. Welche Summe diese Planungsrate umfassen muss, sei allerdings schwer abzuschätzen, gab Konrad Berger, Leiter des Amtes für Planen und Bauen, im Ortschaftsrat zu bedenken. Momentan lasse sich noch nicht sagen, welche Ideen formuliert werden. Deshalb wolle er lieber warten, was der Bauherr entscheide und dann planen. Hintergrund ist das Ende der Werkrealschule, deren Klassen in Neuhausen angesiedelt sind. Weil es für diese Schulform zu wenig Anmeldungen gibt, legt der letzte Neuntklässler in drei Jahren seine Abschlussprüfung ab. Danach wandelt sich die Uhlandschule Neuhausen-Glems zur reinen Grundschule, die, so ist zu hören, Interesse an den freiwerdenden Klassenräumen im Gebäude hätte. Schon vor einigen Wochen haben die Ortschaftsräte Glems und Neuhausen nichtöffentlich über das weitere Vorgehen diskutiert, Konkretes liegt freilich noch nicht vor.

Ein ganz anderes Thema hatte Ortschaftsrat Frank Aichele auf seiner Projektliste stehen: Er schlug vor, für die Pflege des Kunstrasens neben der Otto-Single-Halle 1500 Euro in den Etat aufzunehmen. Bislang übernahm der TSV Glems die Pflege des Platzes. Dafür fehlten dem Verein jetzt allerdings die passenden Geräte, erläuterte Aichele.

Die Ruhebänke rund um Glems wollen Erich Gönninger und Gotthilf Herr im Auge behalten. Manche seien stark eingewachsen und sollten freigeschnitten werden, sagte Gönninger. Größere Reparaturen müssten aktuell jedoch nicht getätigt werden, betonte Ortsvorsteher Seiz. Die allermeisten Bänke seien in gutem Zustand. Welche Glemser Projekte Aufnahme in den städtischen Haushalt finden, ist noch nicht entschieden.

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