Gemischtes Doppel

Zum Ende der Ferien hatte der Jugendgemeinderat, zusammen mit dem Club Thing, einen Spielenachmittag mit Grillparty für junge Metzinger organisiert. Später am Abend war auch etwas für Ältere dabei.

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Beim bunt gestalteten Nachmittag herrschte ein gutes Verhältnis zwischen den verschiedenen Altersgruppen. Foto: Ric Schuppe

"Und was ist mit den Jüngeren?" Diese Frage war ausschlaggebend für die Veranstaltung am Donnerstagnachmittag, zu der Teenager im Alter von zwölf bis etwa 16 Jahren eingeladen waren. Der Jugendgemeinderat (JGR) hatte schon seit längerer Zeit die Idee gehabt, für diejenigen ein Event zu veranstalten, die sonst etwas zu kurz kommen, da sie zu jung für Diskotheken und Clubs sind und für die gängigen Kinderveranstaltungen vielleicht schon zu alt. Der Veranstaltungsort war das Außengelände des Clubs Thing. "Wir wollen den Club in einer anderen Atmosphäre zeigen", erklärte Ben Klose, der Mitglied im JGR ist.

Der Eintritt war an diesem Nachmittag frei, auf die jungen Besucher warteten Musik, zwei kleine Planschbecken, Dosenwerfen und eine Verlosung. Zu gewinnen gab es T-Shirts und Gutscheine, alles von Firmen aus der Region gespendet. Auf der angrenzenden Grünfläche wurde eine Slackline eingerichtet, das ist ein breites Band, das zwischen zwei Bäumen gespannt wird. Darauf kann dann balanciert werden und einige Teenager trauten sich auch, mit helfenden Freunden, das schmale Band auszuprobieren.

Die Idee zur Party sei schon eine ganze Weile in den 19 Köpfen des JGR herumgeschwirrt, vor etwa zwei Monaten habe dann die Planung begonnen, wie der 18-jährige Ben Klose erzählte. Allein alle Sponsoren zu kontaktieren habe einen enormen Zeitaufwand dargestellt. Für den Grillnachmittag wurden Würstchen besorgt, die zwei Swimmingpools im Miniformat wurden aus dem Etat des JGR finanziert. Zur Veranstaltung waren auch die Eltern der Kinder eingeladen, aber auch nach zwei Stunden waren noch keine Eltern zu sehen.

Ein Ziel des JGR war es an diesem Tag auch, den Club Thing, der schon seit 1974 besteht, in ein besseres Licht zu rücken. Man habe mit den "Vorurteilen aufräumen" wollen, wie Ben Klose sagte. In der Vergangenheit sei es zu Beschwerden gekommen, weil der schmale Weg zum Club mit Glasscherben belegt gewesen sei und es Probleme mit randalierenden und wahrscheinlich auch alkoholisierten Jugendlichen gegeben habe. Anna Köhler, seit drei Jahren Mitglied und aktuell Vorsitzende des Clubs Thing, wies dagegen auf die gute Gemeinschaft im Club hin und erklärte, welche Personen überhaupt im Club sind: "Die Mitglieder sind keine Arbeitslosen, die den ganzen Tag nur Alkohol trinken, fast alle sind berufstätig oder studieren", auch sie selbst beginnt demnächst ein Studium. Ihr sei der Club in Metzingen wichtig, "Hier kann man so sein, wie man ist und sich verwirklichen", außerdem gebe es in Metzingen sonst kaum Möglichkeiten für junge Leute, in dieser Form zusammenzukommen.

Für den Grillnachmittag übernahmen die Jungs und Mädels vom Club das Grillen für ihre kleinen Gäste. Einige Mitglieder waren nebenbei noch mit dem Ausbau und der Renovierung des Clubraums, der Tanzfläche und der Bar im Obergeschoss des Gebäudes beschäftigt, bevor es ab 21 Uhr für die über 18-Jährigen eine Party mit zwei DJs gab. Für den Ausbau der Räume wird der Club von der Stadt unterstütz und so kam Oberbürgermeister Dr. Ulrich Fiedler vorbei, um sich den Baufortschritt und den Spielenachmittag der Jüngeren anzuschauen. Er findet es "klasse", dass es den Club Thing gibt, dieser sei eine "tradierte Institution" in Metzingen und der Club habe eine gute Beziehung zur Stadt, was auch Anna Köhler bestätigte.

Unter den Anwesenden waren an diesem Nachmittag auch Andrea Reiprich und Rudolf Mändle vom DRK-Metzingen, die während der gesamten Zeit bereit standen, um im Notfall eingreifen zu können.

Wer sich vom Club Thing selbst ein Bild machen möchte, kann sich den Verein und seine Mitglieder bei einer der Veranstaltungen genauer anschauen oder zur öffentlichen Sitzung kommen, die jeden Sonntag um 19 Uhr im Clubgebäude, Im Wasser 1, abgehalten wird.

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