Für freudvoll-sportliches Spiel

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Alle Beteiligten freuen sich , dass die Sanierung des Platzes abgeschlosen und obendrein gelungen ist.  Foto: 

Schul- und Vereinssportler können sich freuen, der Kunstrasenplatz beim Schulzentrum Neugreuth in Metzingen ist saniert. Am gestrigen Mittwoch wurde der Platz offiziell abgenommen.

Metzingens Erste Bürgermeisterin Jacqueline Lohde erinnerte daran, dass die Sanierung des Kunstrasenplatzes lediglich zwei Monate gedauert hat. Immerhin handelt sich dabei um eine Fläche von 5300 Quadratmetern. Erfreulich sei an der ganzen Sache, dass die veranschlagte Summe mit 260 000 Euro um 40 000 Euro unterschritten wurde, wie ein Mitarbeiter der Burgheimer Firma Polytan bestätigte. Sie hat zusammen mit der Grafenberger Firma Freiraumplanung Jörg Sigmund den Platz im Neugreuth saniert.

Die Polytan GmbH ist seit 1953 im Garten und Landschaftsbau tätig und gilt seit langem als Spezialist für den Bau von Sportanlagen. Je nach Anforderung baut Polytan Kunstrasenanlagen mit Elastikschichten oder Shockpads, texturierten oder glatten Fasern und mit synthetischem oder natürlichem Einstreumaterial.

Laut Jörg Sigmund waren Unterbau und Drainage des Platzes im Neugreuth noch völlig in Ordnung, sodass zunächst der alte Kunstrasenbelag entfernt und entsorgt werden musste. Laut Stadtbauamtsleiter Konrad Berger wurde der alte Belag 17 Jahre lang bespielt, und zwar von Schul- und Vereinssportlern. „Der Belag“, so Berger, „war zum Schluss einfach abgenutzt.“ Es handelt sich hier bereits um die dritte Sanierung.

Wie ein Naturrasen wird auch der Kunstrasen in Bahnen angeliefert und ausgerollt. Anschließend werden die Bahnen laut Jörg Sigmund vernäht. Dem Kunstrasen wird ein Gemisch aus Granulat, Sand und Klebstoff untergezogen. Nach Aussage des städtischen Sportplatzwarts, Helmut Thüringer, wird das Ganze anschließend mit einer Walze leicht angedrückt. Laut Sigmund handelt es sich dabei um ein unbelastetes EPDM. Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuke (Kurzzeichen EPDM) sind Terpolymere aus Ethylen, Propylen und einem nicht näher festgelegten Dien. EPDM gehört zu den Synthesekautschuken mit gesättigter Hauptkette. „Das EPDM“, so Jörg Sigmund, „gast auch nicht so stark aus wie übliches Granulat.“

Da das Spielfeld im Neugreuth verschiedenen Anforderungen gerecht werden muss, handelt es sich um eine Multisport-Anlage. Anders als der neue Kunstrasenplatz im Otto-Dipper-Stadion, auf dem ausschließlich Fußball gespielt werden wird.

Der Pflegeaufwand für einen Kunstrasen ist gering, um die Optik des Kunstrasens zu erhalten. Ab und zu muss der Rasen gestriegelt werden, wie  es Helmut Thüringer ausdrückt. Und ein Mal im Jahr wird das Granulat entfernt und gereinigt. So hofft denn auch Bürgermeisterin Jacqueline Lohde, dass der neue Kunstrasenplatz beim Schulzentrum Neugreuth lange hält. Laut Konrad Berger werden das mindestens 15 Jahre sein.

Jürgen Grund, Leiter der Schönbein-Realschule, freute sich gestern jedenfalls sehr darüber, dass die Sanierung des Platzes nun abgeschlossen ist. Auf dem alten Belag sei die Verletzungsgefahr für die Schüler doch erheblich gewesen. Gleichwohl bedauerte er es, „dass das schöne Wetter jetzt vorbei ist“. Sprach’s und lobte die Stadt Metzingen als einen „sehr guten Schulträger“, der sich kümmere.

Kunstrasen kann man aus der Sportwelt aufgrund vielfältiger Gründe nicht mehr wegdenken. Kunstrasen kann häufiger und länger bespielt werden als andere Sportbeläge.


Er ist immer im gleichen guten Zustand bespielbar. Naturrasen versagt nach 400 Stunden pro Saison, aber Kunstrasen kann rein theoretisch rund um die Uhr an sieben Tagen pro Woche bespielt werden. Kunstrasen ist unempfindlich gegenüber Wind und Wetter.


Bei nassem Wetter wird der Kunstrasenplatz optimal entwässert. Trockenes Wetter hat keinen Einfluss auf die Rasenqualität.  Keine Pfützen, Matsch oder kahle Stellen mehr.  Mit Kunstrasen können Wettkämpfe und Trainingseinheiten immer stattfinden, das heißt  optimale Planung und Spielvorbereitung ohne unvorhergesehene Absagen.


Mähen, düngen, wässern, Linien nachziehen… natürlicher Rasen erfordert viel Arbeit, Zeit und Geld. Kunstrasen nicht. Ein gepflegter Kunstrasenplatz behält 15 Jahre lang seine sporttechnischen Eigenschaften. Und ein Kunstrasenplatz nimmt weniger Platz ein.

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