Endgültig: Die „Linde“ ist Lokal-Geschichte

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Hotelier Dieter Wetzel (rechts) blickt auf das legendäre Gasthaus  „Linde“, das nun endgültig  einem Neubau weichen muss.  Foto: 

Seit Jahrzehnten hatte das Gasthaus „Linde“ Ecke Ulmer Straße/Schloßstraße nur noch sporadisch geöffnet, um die Schanklizenz nicht zu verlieren. Hans Weiblen hatte das Gasthaus einst von seinen Eltern geerbt. Im Hauptberuf  war er bei einer Brauerei beschäftigt. In der Regel ein Mal im Jahr entfernte er das legendäre Schild  „Heute Ruhetag“ aus dem Fenster und schloss die Gasthaustür auf. Hans Weiblen selbst wohnte über der Wirtschaft  und hielt das Gebäude gut in Schuss.

In den nächsten Tagen wird das Gebäude nun von der Bildfläche verschwinden. und die „Linde“ wird endgültig Geschichte sein.

Ein Glücksfall

Vor gut zwei Jahren war es der Familie Wetzel, Betreiber des Hotels „Schwanen“, an das das „Linde“-Areal direkt angrenzt, gelungen, das Anwesen zu erwerben, nachdem Hans Weiblen, gestorben war. „Es war ein Glücksfall für unsere Familie“, sagt Dieter Wetzel, „dass wir durch eine unserer Gesellschaften dieses Areal erwerben konnten.“

Nach langer Planungsphase sei ein gutes Konzept für die Neubebauung entstanden. Eine Hotelerweiterung wird es nur bedingt geben. So sind im zweiten Obergeschoss des Neubaus Konferenz- und Tagungsräume für das Hotel „Schwanen“ vorgesehen mit einem Freigang auf die Dachterrasse, wo auf die geschlauchten Tagungsteilnehmer Loungemöbel zum Entspannen warten. „Von dort“, sagt Dieter Wetzel, „wird man einen schönen freien Blick auf  Metzingen haben. Im Erdgeschoss sowie im ersten Obergeschoss sind laut Dieter Wetzel Verkaufsflächen vorgesehen.

Von der alten „Linde“ wird nichts übrig bleiben, es wird ein kompletter Neubau entstehen. „Das neue Gebäude“, so Wetzel weiter, „wird architektonisch sicher eine Bereicherung für das Metzinger Stadtbild werden.“

Im Grunde haben die Abbrucharbeiten bereits am Mittwoch begonnen, indem das Gebäude zunächst mal ausgeräumt wurde. „Ich denke mal“, sagt Dieter Wetzel, „spätestens an Weihnachten wird man vom alten Gebäude nichts mehr sehen.“ Der Abrissbagger steht schon parat, die Arbeiter haben bereits damit begonnen, das Gebäude von hinten her, an der Ulmer Straße,  abzubrechen

Dass mit dem Abbruch der „Linde“ auch ein einstmals bedeutendes Lokal in der Innenstadt verschwindet, ist auch der Familie Wetzel klar. Deshalb haben Dieter Wetzel und seine Frau Anna-Maria noch einmal ein Lindenfest gegeben mit allem drum und dran. Das Inventar war ja noch vollständig erhalten.

Geschosse wird das neue Gebäude  aufweisen.  Im Erdgeschoss sowie im ersten Obergeschoss werden Verkaufsflächen entstehen, im zweiten Obergeschoss gibt es Tagungsräume.

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