Elvis ganz nah

Ein Mal im Jahr wird die Sieben-Keltern-Stadt beim Honky Tonk-Festival zur waschechten Kneipencity. Auch in diesem Jahr zogen viele Besucher beim 11. Honky Tonk gemeinsam um die Häuser.

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Wer am Samstagabend durch die Metzinger Gassen schlenderte, merkte schnell: Es liegt Musik in der Luft. Aus allen Himmelsrichtungen konnte man die Livebands hören, die in 13 verschiedenen Kneipen und Restaurants in der Innenstadt für Stimmung sorgten. Die Besucher des Honky-Tonk-Kneipenfestivals pendelten mit ihren Eintrittsbändchen am Arm von Kneipe zu Kneipe, wo die Bands immer eine dreiviertel Stunde spielten und dann für einen reibungslosen Kneipenwechsel eine viertel Stunde Pause machten. Die elfte Auflage der Kneipentour, die jedes Jahr von der Metzingen Marketing und Tourismus GmbH organisiert wird, führte die Honky-Tonker durch die ganze Innenstadt. Auf ihrem Marsch zur nächsten Location hatten sie Kneipentourer noch so manches Lied der vorherigen Station auf den Lippen. Während die beiden Musiker Tom Cat and Bröker in der Genussbar ihre irischen Folksongs gemütlich in kleiner Runde spielten, brachten die zehn Musiker von Ernest and the Hemingways auf dem Parkplatz Adlergarten a la Bluesbrothers gleich ein ganzes Zelt zum Toben. In ihren schicken schwarzen Anzügen brachten die Herren mittleren Alters mit ihren Saxophonen, E-Gitarren und dem Schlagzeug die großen und am frühen Abend sogar die kleinen Zuschauer in Schwung. Alle Blues-Fans hatten nebenan im Achtender mit Gino Samele und Talkin Blue sowie mit der Reutlinger Band Blueskraft in der Vinothek ihre Freude. Im Weinbaumuseum spielte die junge Metzinger Jazzband Quaternary, die diesmal schon zum vierten Mal beim Honky-Tonk mit dabei war. Verliebte kamen im Mattinis mit der Band Joy auf ihre Kosten, die im stimmungsvollen Dämmerlicht mit Songs wie „One night in the name of love“ für Romantik sorgte. In der Wunderbar gab es bei der C-Town Connection Popsongs, wie „Let me entertain you“, zu hören. Auch wenn in diesem Jahr lange Warteschlangen meist ausblieben, war die Bude beim Bäcker Mayer schon nach wenigen Minuten restlos voll. Dafür war Mr. Tottler mit seinen Rocksongs aus verschiedenen Jahrzehnten verantwortlich. Zu Liedern wie „Losing my religion“ oder „Give a little bit“ gingen die Nachtschwärmer mit, sodass sogar in der Backstube getanzt wurde. Das Samba-Tanzbein schwangen die Partygänger auch im Los Mochitos, wo die südamerikanischen Rhythmen des Trios Latino im karibischen Ambiente für Urlaubslaune sorgten. Sommerfeeling gab es auch auf dem Lindenplatz im Olio e pane mit Biko and the Damaged Labour Horns. Wie im Urlaub fühlte man sich auf der Terrasse des Mezzo, wo Mo?Joe and the Captain Coversongs aus den 1960er und 1970er Jahren in die Nacht hinein spielten. Noch weiter zurück in der Musikgeschichte ging es im Ristorante La Cometa in der Stuttgarter Straße, wo der Elvis Imitator von The King Creole seine Hüften in roten Hosen kreisen ließ. Dem King waren die Fans dabei in den wohnlichen Räumlichkeiten zum Greifen nah. Frei nach dem Motto „Ist die Musik zu laut, bist du zu alt“, rockten die Musiker von Craze ihr Publikum im Rockers.

Besondere Vorfälle gab es trotz des ausgelassenen Feierns nach Angaben der Metzinger Polizei keine. Das Honky Tonk verlief friedlich.

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