Einsamkeit der Baumwollfelder

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Im April 1989 starb Bernard-Marie Koltès an Aids. Zu seinem 25. Todestag erinnert das Zimmertheater mit dem Stück "In der Einsamkeit der Baumwollfelder" an den französischen Autor. Premiere ist am Samstag, 5. April, 20 Uhr, im Zimmertheater.

Es ist Nacht, in einer dunkler Ecke, fernab der gutbürgerlichen Welt begegnen sich ein Dealer und sein Kunde. Furcht vor dem Gegenüber, Angst und Feindseligkeit belasten das Gespräch. Es beginnt ein Abtasten mit Wörtern, ein sprachliches Sondieren der Angebote und Wünsche, noch bevor diese wirklich werden. Was gedealt werden soll, bleibt unausgesprochen. Stattdessen entwickelt sich ein Abhängigkeitsverhältnis zwischen den beiden Männern, das schwer zu durchschauen ist. Jeder versucht, die Oberhand zu behalten, das Gespräch zu lenken und das Gegenüber auf keinen Fall Schwäche spüren zu lassen. Hauptsache, der Deal platzt nicht.

Koltès Stück ist von unglaublicher Dichte, sprachlicher Vielfalt und starken Bildern geprägt. Seine Figuren sind genau beobachtet und lösen beim Zuschauer eine starke Beklemmung aus. Seine brutale Sicht auf die Welt und seine kraftvolle Sprache machen ihn zu einem der bemerkenswertesten Dramatikern des 20. Jahrhunderts.

Koltès, 1948 in Metz geboren, arbeitete als Regisseur und Autor für Theater und Rundfunk. Zu seinen bekanntesten Stücken gehören "Roberto Zucco" und der Monolog "Die Nacht kurz vor den Wäldern".

Regie führt Robert Arnold, für Bühne und Kostüme zeichnen Sabine Effmert und Robert Arnold verantwortlich. Sabine Effmert ist zudem für das Video verantwortlich, Michael Hanisch für die Dramaturgie. Es spielen David Engelmann und Frank Siebenschuh.

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