Eine Krankheit, die bald alle angeht

Ein Informations- und Gesprächsangebot für Angehörige, Freunde und Nachbarn von Demenzpatienten bietet die Seniorenberatungsstelle Metzingen ab 5. November im Klosterhof 13 an.

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"Alt-verwirrt-Alzheimer?" heißt ein Informations- und Gesprächsangebot der Seniorenberatungsstelle Metzingen, das nicht nur Angehörige von Demenzkranken ansprechen soll, sondern zu dem auch für Interessierte, Freunde und Nachbarn von Demenzpatienten eingeladen sind.

Der Umgang mit Demenz bringe für die Angehörigen große Verunsicherung mit sich. Wie ist das befremdliche Verhalten zu verstehen und wie kann man damit umgehen, sind Fragen, die auch die Umgebung betreffen, während Informationen zu konkreten Unterstützungsangebote besonders für Angehörige interessant sind.

Die Vortragsreihe gab es in ähnlicher Form schon mal vor fast zwei Jahren, aber inzwischen sind viele neue Betroffene dazu gekommen. "Demenz geht uns alle an. Sie wird uns bis auf Weiteres begleiten. Und die Zahlen der Erkrankten lassen den Schluss zu, dass es fast in jeder Familie einen dementen Menschen gibt oder bald geben wird", so Christel Meixner von der DRK-Alzheimer Beratungsstelle für den Landkreis Reutlingen. Sie wird zusammen mit Dagmar Osterwald vom Pflegestützpunkt Metzingen-Riederich-Grafenberg die drei Montagabende am 5., 12. und 19. November jeweils von 19 bis 21 Uhr im Schönbeinsaal in der Begegnungsstätte Klosterhof 13 am Kelternplatz gestalten.

An den ersten beiden Abenden stehen Themen wie die Krankheit selbst und deren Auswirkung auf die Angehörigen bis hin zu Änderungen der Lebensgewohnheiten in der Familie im Mittelpunkt. Es werden Fragen angesprochen wie Angehörige den Orientierungsverlust in Zeit und Raum beim Angehörigen erleben, Rastlosigkeit und Misstrauen, Ängste, Feindseligkeit bis hin zu Aggressionen und Wahnvorstellungen.

Es gibt Tipps für das Verhalten im Umgang mit den Erkrankten und Erklärungen, warum sich der Mensch plötzlich anders verhält als im bisherigen Leben. Die Angehörigen lernen, den Demenzpatienten besser zu verstehen und bekommen auch einen "Rettungsring" an die Hand, der sie über Entlastungsangebote vor Ort, Möglichkeiten der Pflegeversicherung und Notwendigkeit der Vorsorge informiert.

Am 5. November geht es um das Thema "Ein bisschen Vergesslichkeit - und dann?", wie kann eine dementielle Erkrankung erkannt werden, wie wirkt sie sich aus und wie lässt sich das ungewohnte Benehmen erklären.

"Demenzkranke Menschen verstehen und begleiten" ist Thema des zweiten Abends am 12. November. Dabei geht es um Gefühle und Äußerungen der dementiell Erkrankten und um die Reaktion auf deren Verhaltensweisen.

Info Weitere Auskünfte zu den Gesprächsabenden erteilen Christel Meixner unter Telefon: (0 71 21) 34 53 97 31 oder Dagmar Osterwald unter Telefon: (0 71 23) 92 53 40.

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