Eine Fundgrube für Sammler und Liebhaber alter Stücke

Mehr als 3000 Euro Erlös für den AK Asyl und das Gonzalinho-Kinder-Projekt sind die Bilanz des Sperrmüllflohmarktes vom AK Umwelt.

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50 Gymnasiasten und ihr Lehrerteam vom Arbeitskreis Umwelt des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums haben am Samstag beim 51. Sperrmüllflohmarkt mehr als 3000 Euro erwirtschaftet, die sie wieder für soziale Projekte spenden. Das sind 20 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Dieses Mal spenden sie je zur Hälfte an den AK Asyl Metzingen und das Gonzalinho-Kinderprojekt in Brasilien.

Der AK Asyl will Sportgelegenheiten und einen Fahrrad-Verkehrsübungsplatz schaffen und die pädagogische Arbeit von Sylvia Lechler mit dem symbolischen Sandspiel fördern. In Brasilien soll der Bau eines Ballsportfeldes auf dem Projektgelände unterstützt werden.

"Die meisten Taschen in vielen Varianten waren schon gleich zu Beginn verkauft", nennt Lehrer Jörg Maisch einen Verkaufshit, mit dem kaum jemand gerechnet hatte. Das ist öfter so, dass Stücke, von denen man glaubt, die werden am Schluss noch da sein, schneller verkauft werden als andere, von denen man glaubt, sie seien sofort weg. Dieses Mal mussten weniger Waren in den Containern entsorgt werden als üblich. "Leider fehlt uns der Platz, um Nichtverkauftes zu lagern", so Maisch zum Entsorgungsproblem. Zwar dürfen sich AK Asyl und "Kinderkörble" am Ende des Verkaufsvormittags noch Dinge kostenlos mitnehmen und auch Schüler dürfen sich dann noch ein Andenken an ihre Tätigkeit mitnehmen, aber übrig bleibt immer etwas von dem, was frühmorgens Spender anliefern, aber dieses Mal war es trotz mehr Ware weniger als sonst.

Dazu haben die Gymnasiasten beigetragen, deren Anzahl ebenfalls erhöht war, und die wieder sehr engagiert verkauft haben. Da gab es eine Station um zum Beispiel über technische Fragen beim Kauf von Drucker oder anderem PC-Zubehör zu beraten oder Christbaumbeleuchtung und andere Leuchtkörper auf Funktionalität zu prüfen. Sperrige Gegenstände wie ein Bügelbrett wurden auch mal bis zum Auto transportiert und bei der Suche nach speziellen Gegenständen geholfen, denn die Schüler hatten ja selbst aufgebaut und wussten wo was angeboten wird.

Am Büchertisch zu stöbern gehört zum Besuch des Flohmarktes ebenso dazu wie manches Schnäppchen spontan zu kaufen, was gar nicht auf der Wunschliste stand. So entdeckte eine Metzingerin passende Ergänzungen eines Geschirrs aus den 1970er Jahren, die sie nicht mehr nachkaufen konnte, und das nun fast wieder vollständig ist. Eine andere fand endlich den Zeitungsständer, den sie ihn sich schon immer gewünscht hat, und ein Sammler aus Dettingen eine besondere Bierflasche mit Schnappverschluss aus alten Zeiten. Nussknackermännchen und Mobile haben jetzt neue Besitzer und viele Gesellschaftsspiele können nun in neuen Familien ausprobiert werden bis zum nächsten Flohmarkt am 8. Oktober, wo dann wieder manches eingetauscht werden könnte.

Nur gut erhaltene Gegenstände werden beim Sperrmüllflohmarkt angenommen, was die Beliebtheit des Marktes steigert. Diese Qualität hat sich herumgesprochen wie auch die Tatsache, dass professionelle Aufkäufer nicht schon morgens die besten Stücke wegschnappen. "Darauf achten wir sehr, was manchmal nicht ganz einfach ist", sagt Maisch".

"Toll, dass so viele Menschen gekommen sind und gekauft haben, und dass unsere Schüler so engagiert mitgemacht haben", freute sich Lehrerin Mirjam Enz schon als sie noch nicht das Verkaufsergebnis kannte.

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