Ein gutes neues Jahr

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Peter Swoboda.  Foto: 

Nach dem Trubel in der Outletcity in den Weihnachtsferien ist wieder etwas Ruhe eingekehrt in der Sieben-Keltern-Stadt. Böse Zungen behaupten freilich, dass es Zeitgenossen gebe, denen die vielen asiatischen Besucher mit ihren riesigen Koffern schon fehlen würden. Denen kann man aber getrost zurufen: Geduld, Geduld, sie werden wieder kommen. Aber Spaß beiseite. Langweilig konnte es einem auch am Dreikönigs-Wochenende nicht werden. Wer wollte, konnte sich bei diversen Neujahrsempfängen vergnügen. Ein Glas Sekt war da allemal drin. Freilich wurden auch Worte gesprochen, die nachdenklich stimmten. So sagte beispielsweise Metzingens Oberbürgermeister Dr. Ulrich Fiedler, dass „die Trumps“ dieser Welt nicht gerade für Vertrauen sorgten, zumal eine altgediente Demokratie wie die USA bislang ein verlässlicher Stützpfeiler in dieser Welt gewesen sei. Es gebe offenbar immer mehr Egoismen und immer mehr Menschen, die sich abgehängt fühlten. Fiedler forderte wieder mehr Solidarität und Zusammenhalt für das bewusste Erleben von Gemeinsamkeit. Was echte Solidarität ist, konnte man am Donnerstag beim Warnstreik vor den Werkstoren des Metzinger Traditionsunternehmen Sauter Feinmechanik erleben. Die Belegschaft von Sauter kämpft für die Wiedereinführung der Tarifbindung, nachdem die Geschäftsleitung zum Ende des Jahres 2017 aus dem Arbeitgeberverband Südwestmetall ausgetreten war. Solidarität erfuhren die Sauter-Mitarbeiter von rund 1000 Kollegen aus anderen Betrieben, die extra zur Unterstützung nach Metzingen gekommen waren. So waren Metaller aus anderen Metzinger Betrieben anwesend, Kollegen aus Münsingen, dem gesamten Ermstal, aus Reutlingen, Mittelstadt, Pliezhausen, ja sogar aus Tübingen und Rottenburg. Der Aufmarsch war in der Tat beeindruckend. Beeindruckend ist auch wieder die Zusammenarbeit der „Städteperlen Metzingen, Reutlingen und Tübingen, die in diesem Jahr bereits zum vierten Mal einen gemeinsamen Stand auf der CMT, der größten Touristikmesse weltweit, haben. Da gibt es keine Eifersüchteleien, keine Vorbehalte oder gar Gegnerschaft – Solidarität eben. Unterschlagen wollen wir nicht, dass auch die Stadt Bad Urach auf der CMT vertreten ist. Auch die Kurstadt wirbt für sich und die Region um Besucher. In diesem Sinne wünschen wir allen Lesern ein vergnügliches und doch geruhsames Wochenende in voller Solidarität.

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