Dr. Frank Mastiaux, Vorstandsvorsitzender der EnBW, und sein Besuch im Kreis Reutlingen

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"Es ist beachtlich, was Sie hier machen", lobt Mastiaux den Kreis Reutlingen - "und es ist gut, dass Sie das nicht erst seit gestern machen, sondern schon vor Jahren begonnen haben." Landrat Thomas Reumann hatte im Schnelldurchgang im Sitzungssaal des Landratsamtes vor Abgeordneten und Kommunalpolitikern einen Überblick über die regionalen Projekte gegeben. Vor allem die Zertifizierung beim European Energy Award beeindruckte den Energie-Manager: "Da robben Sie sich rasch in die Gold-Klasse vor!"

Der gebürtige Essener Mastiaux hat sich vorgenommen, sukzessive das Versorgungsgebiet der EnBW kennenzulernen. "Wir sind schon in der Region angekommen", versicherte er dem Auditorium, der Sohn studiert in Tübingen und "ich trage zur Wertschöpfung durch Abbuchungen von meiner Kreditkarte bei Shopping-Touren meiner Tochter in der Outletcity Metzingen bei."

Mastiaux, promovierter Chemiker, macht derzeit vor allem durch sein Effizienzprogramm von sich reden, das dem Energiekonzern ein radikales Abspecken verordnete. Der Stratege erläuterte seine Vorstellungen vom Umbau und der Neuausrichtung des Unternehmens mit rund 20 000 Mitarbeitern. Dabei kann er sich bereits erste Erfolge ans Revers heften. Die EnBW kommt in der ersten Bilanz, die Mastiaux mit zu verantworten hat - er übernahm im Oktober 2012 den Vorsitz der Geschäftsführung - mit einem "blauen Auge" davon, während die Konkurrenz "röchelt", wie die Wirtschaftswoche schrieb. Der "Economist" attestierte der EnBW, das "am deutlichsten veränderungsbereite Unternehmen Europas" zu sein.

Wichtigste regionale Auswirkung des neuen Kurses ist mit Sicherheit laut Mastiaux, dass es "keinen wirtschaftlichen Anreiz für weitere Speicheranlagen wie in Glems gibt". Der Spitzenbedarf in der Mittagszeit, den das Wasser aus dem Hochbehälter bislang deckte, lasse sich mittlerweile durch Solarenergie abdecken.

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