Die Lehrlinge sind nunmehr Gesellen

In der Gewerblichen Schule in Metzingen wurde am Freitag die Lossprechungsfeier für die frischgebackenen Gesellen vorgenommen.

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Die neuen Gesellen der Gewerbeschule Metzingen. Foto: Melissa Schaich

Die von der Landesinnung gestellte Feier war für viele nicht nur der endgültige Abschluss einer dreijährigen Ausbildung im Fachbereich Gebäudereinigung, sondern auch ein großes Wiedersehen. Da nur einmal im Jahr die Lossprechungsfeier vorgenommen wird, jedoch zweimal im Jahr Prüfungen geschrieben werden, liegt für einige schon ein halbes Jahr zwischen ihrer Prüfung und der abschließenden Feier.

Daher sehen sich die ehemaligen Auszubildenden oftmals erst nach längerer Zeit wieder, haben jedoch dann bei dieser Feier die Gelegenheit sich darüber auszutauschen, wie ihr Berufsleben bis dorthin verlaufen ist.

Nach einer dreijährigen Ausbildung, in der die Auszubildenden theoretisches Wissen in der Schule sowie praktisches Wissen im Betrieb erlernten, wurden sie nun für ihre Zielstrebigkeit und Leistungsbereitschaft belohnt. Die Schule genießt einen sehr guten Ruf, werden doch insgesamt fünf Bundesländer beschult, manche Auszubildende reisen sogar aus Kassel an. Zu Beginn der Feier bewies Sebastijan Alija sein Talent im Beatboxen und begeisterte das Publikum mit seiner außergewöhnlichen Darbietung. Mit der Überleitung "Mundwerk trifft Handwerk" begrüßten Walter Wilhelm, der Abteilungsleiter, und Günter Bogenrieder, der Landeslehrlingswart Baden-Württemberg, die Absolventen und alle Anwesenden zur Feier.

Neben dem Dank an die Lehrer und vor allem die Betriebe wurde außerdem auf die große Zahl der noch freien Lehrstellen eingegangen. Dies sei vor allem auf den demographischen Wandel zurückzuführen, vor dem auch das Gebäudereinigungshandwerk nicht verschont bleibe.

Auch Sebastian Nann, Jungmeister im Gebäudereinigungshandwerk, sprach den Absolventen Mut zu. Nachdem die berufliche Orientierungsphase nun abgeschlossen sei, "ist für die Auszubildenden nun der Welpenschutz zu Ende", so Sebastian Nann.

An den plötzlichen Wechsel vom Lehrling zum Gesellen und die damit zusammenhängende Verantwortung müsse man sich erst gewöhnen. "Doch die Verantwortung soll nichts Angsteinflößendes, nichts Unangenehmes sein, sondern als ein Lob aufgefasst werden", ermutigt Sebastian Nann die Absolventen. Die sehr guten Aufstiegschancen sollen Mut machen, sich zum Meister weiterbilden zu lassen. Weiterbildungsmaßnahmen würden sich am Ende immer lohnen, auch wenn man den eingeschlagenen Weg zu Beginn für nicht realisierbar halte. Nach diesem Zuspruch erhielten die ehemaligen Auszubildenden nun ihre Zeugnisse. Für besonders gute Leistungen wurden Alexander Heinz Fischer und Mike Keifert ausgezeichnet und erhielten in diesem Zuge Geldpreise von der Landesinnung.

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