Die Kulturbrücke umspannt nun auch Grafenberg

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Die Macher der Kulturbrücke zusammen mit den Bürgermeistern Ulrich Fiedler (Vierter von links), Elmar Rebmann (rechts daneben) und Michael Hillert (ganz rechts).  Foto: 

Eberhard Rabaa vom Arbeitskreis Kelter Grafenberg möchte den „üblichen Kulturweg“ verändern. Statt jeweils in die größeren Gemeinden und Städte zu ziehen – von der Alb nach Metzingen oder Reutlingen und weiter nach Stuttgart etwa – sollen die Kulturinteressierten entdecken, was vor ihrer Haustür angeboten wird. Und eben auch einmal vom Ermstal aus auf die Alb fahren und dort Kultur entdecken. Was im Ermstal im Rahmen der Kulturbrücke schon lange praktiziert wird, nämlich die eigenen Angebote gegenseitig zu bewerben, schließt nun auch Grafenberg mit ein. Sehr zur Freude von Rabaa. „Wir hoffen, dass dadurch viele Besucher unsere schöne Kelter kennen lernen.“

Metzingens Oberbürgermeister Dr. Ulrich Fiedler jedenfalls freut sich schon heute über die gewachsene Partnerschaft. Die „wunderbare Zusammenarbeit im Ermstal“ sieht Fiedler bereits als „mittlerweile institutionalisiert“ an – mit der Kooperation mit Grafenberg würde es nun einen neuen Impuls geben. Zugleich dankte Fiedler allen, die „diese Brücke jedes Jahr bauen und aufspannen“. Sie würden damit den Fokus auf das stattfindende Kulturleben in den Nachbarkommunen richten. 2011 startete das Projekt Kulturbrücke, bei welchem der Veranstaltungsring Metzingen als Träger fungiert. Und auch in diesem Jahr können sich die vier Veranstaltungen in den vier teilnehmenden Gemeinden sehen lassen: Den Auftakt macht am Samstag, 21. Oktober, Dettingen: In der Schillerhalle tritt der Reutlinger Knabenchor „capella vocalis“ mit Georg Friedrich Händels Oratorium „Messiah“ auf. Das 1741 komponierte Werk beschreibt die christliche Heilsgeschichte in drei Teilen. Ein „tolles Klangerlebnis“ sei garantiert, versprechen die Gastgeber.

Auf Knabenchor folgt Rock

Ganz andere Töne folgen dann am Dienstag, 14. November, in der Stadthalle Metzingen: Das Rock-Musical „Rent“ von Jonathan Larson bringt, inspiriert durch die Oper  „La Bohème“, emotionale Liebesgeschichten  und geballte Gesellschaftskritik mit kraftvollen Songs wie „Seasons of Love“ auf die Bühne.

Humoristisch geht es dann am 25. Februar kommenden Jahres in Bad Urach weiter. In der Schlossmühle präsentiert Tina Häussermann ihr Programm „Futschikato“. Es dürfte dynamisch und abwechslungsreich sein, glaubt man der Programmunterschrift: Eine Mischung aus Kabarett, Musik und Selbstverteidigung wird darin angekündigt. Bad Urachs Kulturreferent Thomas Braun beschreibt Häussermanns Kunst als „Chanson-Kabarett mit einem Schwerpunkt auf Musik“. Das sei vielleicht etwas altmodisch, zugleich aber eine feine Kunstform, sagt Braun. Häussermann sei eine „tolle Sängerin“, deren Textinhalte mit einer großen literarischen Qualität zum Nachdenken anregen würden.

Den Abschluss der kommenden Kulturbrücke macht der Arbeitskreis Kelter Grafenberg, der am 1. Juli zu einer „kultivierten Unterhaltung mit Salonmusik vom Feinsten“ einlädt. Statt einer Abendveranstaltung biete man eine Matinee um 11 Uhr an, erklärt Eberhard Rabaa. „So heben wir uns von den anderen Veranstaltungen ab.“ Ein Vorteil sei auch, dass niemand im Dunkeln nach Hause fahren muss, sagt Rabaa. Schließlich hoffen die neuen Teilnehmer der Kulturbrücke auf viele Interessierte, die den Brückenschlag nach Grafenberg angehen.

Am 21. Oktober präsentiert der Knabenchor „capella vocalis“ in der Schillerhalle Dettingen Georg Friedrich Händels „Messiah“. Beginn ist um 19.30 Uhr. Kartenvorverkauf über die Gemeinde Dettingen, Telefon (0 71 23) 72 07 0.

Am 14. November folgt das Rock-Musical „Rent“ in der Stadthalle Metzingen. Beginn ist um 20 Uhr. Eine Kartenreservierung ist beim Veranstaltungsring Metzingen per E-Mail an info@veranstaltungsring.de möglich.

Am 25. Februar 2018 tritt Tina Häussermann in der Bad Uracher Schlossmühle mit ihrem Programm „Futschikato“ auf. Vorverkauf beim Kulturreferat, Telefon (0 71 25) 94 60 6.

Am 1. Juli 2018 spielt die Gruppe „Fracklos“ in der Kelter Grafenberg „Perlen der Salonmusik“. Die Matinee beginnt um 11 Uhr. Es ist das erste Grafenberger Kulturbrücke-Event.

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