Die Folgen des Hagelschlags

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Im Gebrauchwarenmarkt der Metzinger Arbeitsinitiative (MAI) ist nichts mehr wie es war. Es herrscht ein gehöriges Durcheinander und ein gewisses Maß an Aufgeregtheit. Ex-Geschäftsführer Jürgen Böcker, der immer noch an Bord ist, obwohl er im vergangenen Jahr bereits in den Ruhestand verabschiedet wurde, spricht sogar von „mitunter chaotischen Verhältnissen.“ Grund für das Tohuwabohu sind die massiven Schäden am Gebäude auf dem Reusch-Areal in Neuhausen, das das Unwetter Ende Juli angerichtet hat. Durch den Hagelschlag entstanden große Schäden am Dach sowie an mehreren Lichtkuppeln ist Wasser in den Gebrauchtwarenmarkt eingedrungen. Dies zerstörte teilweise den Parkettboden und die Decke.

„Der Parkettboden“, so Geschäftsführer Sven Rauer, „muss ersetzt werden.“ Ähnliches gilt für die Decke, die mit Stroh oder einem ähnlichen Material verfüllt ist. „Das“, so Rauer, „ist alles durchnässt und muss entfernt werden, weil es sonst fault.“ Wasserschaden erlitten auch einige Möbel, die nicht verkauft werden konnten und entsorgt werden mussten. Die Teppiche waren komplett kaputt. Das Gebäude wird in gewisser Weise in einen Rohbau versetzt. So weit so schlecht. Der Handel mit den Gebrauchtwaren. Vorübergehend zieht der Gebrauchtwarenmarkt ins Untergeschoss. Während bisher eine Verkaufsfläche von 500 Quadratmetern zur Verfügung stand, sind es in den nächsten nur noch 250. „Eigentlich“, so Sven Rauer weiter, „wollten wir mit dem Untergeschoss erweitern, doch daraus wird erst mal nichts. Wenn nur noch die Hälfte an Verkaufsfläche zur Verfügung steht, kann natürlich nicht die ganze Palette ausgestellt werden. Deshalb gibt es einen Waren-Sonderverkauf mit reduzierten Preisen. „Hinzu kommt“, so Sven Rauer, „dass wir in den nächsten Wochen keine Möbel annehmen können, weil wir keinen Platz haben.“ Damit die Kunden den Weg ins Untergeschoss finden, soll ein Baukorridor gebaut werden, der die Kunden gleichzeitig von der Baustelle abgrenzen soll. Was während der Sanierung mit der ganzen EDV-Ausstattung passieren wird, weiß Rauer noch nicht. „Dafür gibt es noch keine Lösung.“

Seit vorgestern läuft der Umzug ins Untergeschoss, wo die Waren in beengten Verhältnissen so gut es eben geht präsentiert werden sollen. In dem Provisorium müssen sich die Mitarbeiter der MAI mindestens für acht Wochen einrichten. Die anderen Dienste, die die MAI anbietet, sind von dem Ganzen nicht betroffen: Umzugshilfe, Räumungen, Grünpflege, Baudienstleistungen, Abbrucharbeiten, Objektpflege und Entsorgungen.

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