Die Erhalter seltener Lebensräume

Mit welcher Freude und vielseitigem Engagement sich die Mitglieder und Freunde der Nabu-Gruppe Metzingen für die Natur und Umwelt vor der Haustüre einbringen, wurde bei der Hauptversammlung deutlich.

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Die Geehrten von links: Dagmar Gerold (30 Jahre); Dietmar Schurr (zweiter Vorsitzender), Ruth Schwenkel (70 Jahre); Werner Reusch (40 Jahre); Horst Lang (Erster Vorsitzender). Foto: Privat

Und bei 111 Jahre in Metzingen für Mensch und Natur, dürfen sie alle auch auf die Nachhaltigkeit stolz sein. Die beiden Vorsitzenden Horst Lang, er war schon bei der Jugendgruppe dabei, und Dietmar Schurr haben diesen Zeitbogen in ihrer Präsentation nicht überspannt. Es wurde aber auch so überaus verdeutlicht, was gemeinsam für und in der Natur seit Anfang der 70er-Jahre gestaltet und geschaffen wurde. Und dazu das Erleben und Verstehen, gerade auch für und mit der Jugend durch Andreas Knapp.

Insbesondere für Jubilar Werner Reusch gab es von der Vereinsfamilie dafür viel Beifall und Anerkennung. In der von den Menschen gestalteten Natur gibt es fast keine natürlichen Abläufe mehr. Selbst das Nestbaumaterial fehlte den Schwalben auch schon im Jahre 1974. Und als dann ein Kälteeinbruch den Rückflug ins ferne Winterquartier vereitelte, kam aktuelle und weitere Hilfe von einer Handvoll Aktiver der Ortsgruppe Metzingen des Deutschen Bundes für Vogelschutz. Viele Artenschutzprojekte mit ihren verschiedenartigen Lebensräumen wurden seitdem von den nun über 520 Mitgliedern und den Förderern angepackt: für die Amphibien über die Fledermaus und Reptilien bis zur Wasseramsel und dem Zwergtaucher.

Und all das Tun fußte auf einer eigenen kompetenten Kartierung und Planung, damit alle Biotope miteinander vernetzt sind. Über ein halbes Dutzend solcher Trittsteine sind zwischenzeitlich im Pachtvertrag zwischen der Stadt Metzingen als Grundstückseigentümer und dem örtlichen Nabu enthalten. Dass Anfang des Jahres 1975 das Fernsehen in ihrer Landesumschau über den Schwalbennesterbau einen Filmbericht sendete, war einmalig. Und für die eigene Internetpräsentation ist es Rolf Veit, der aktuell die interessierte Öffentlichkeit informiert. Man ist Mitakteur im Verein "Biosphärengebiet Schwäbische Alb", im "Landschaftserhaltungsverband", der "IG Ermstal" und "Bürgersolargemeinschaft Uhlandschule Neuhausen". Entlang einer Wegschleife beim Glemser Stausee, zeigt seit zehn Jahren der Naturerlebnisweg mit seinen Aktivstationen den Wert der Obstwiesen auf. Und die Handwerker und Kreativen in der Gruppe sind immer noch am Gestalten.

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