Die Drei-Minuten-Regel

|
regine lotter metzingen redaktion reg Regine Lotterer  Foto: 

Radpuristen setzen auf nichts weiter als die Kraft ihrer Muskeln, um mit ihrem Velo voranzukommen. Technische Hilfsmittel sind ihnen suspekt, selbst wenn sie der Weg ans Ziel eine Menge Schweiß kostet. Freilich schwören immer mehr Deutsche dieser reinen Lehre ab und schaffen sich ein Velo mit Motor an. Schließlich erlaubt ihnen ein E-Bike nicht allein ein kommodes Fortkommen am Berg, sondern auch in der Stadt, etwa wenn es gilt, den Einkauf bequem nach Hause zu transportieren. Weil die Elektroräder so beliebt sind, haben längst viele Langfinger ein begehrliches Auge auf sie geworfen. Wiewohl sich die Diebe nicht allein auf E-Bikes kaprizieren, sondern jedwedes Velo mitgehen lassen, das sich weiterverkaufen lässt. Einige Täter sind inzwischen hervorragend organisiert: Sie klappern die Straßen mit einem kleinen Laster ab, laden die für sie interessanten Fahrräder blitzschnell auf und sind ratzfatz wieder verschwunden.In Metzingen registrierte die Polizei im vergangenen Jahr 120 gestohlene Fahrräder, wie Heiko Kächele, der Leiter des Polizeireviers Metzingen am Donnerstag im Gemeinderat ausführte. Ein Problem, das seine Kollegen auf dem Schirm haben, betont er: „Wir sind präsent.“
Ihre Augen können die Polizisten freilich nicht überall haben, weswegen es für die Besitzer gilt, ihr Velo bestmöglich zu schützen. Sind die Schlösser etwa nur um das Vorder- oder Hinterrad geschlungen, kann das Rad problemlos weggetragen werden. Zudem lassen sich viele Schlösser salopp gesagt, mit einer Nagelfeile öffnen. Dabei wissen Experten, dass die meisten Diebe aufgeben, wenn es ihnen nicht gelingt, ein Schloss innerhalb von drei Minuten zu knacken. Zu groß ist dann das Risiko, erwischt zu werden. Außerdem sollten Besitzer ihre Räder möglichst hoch an einen fest stehenden Gegenstand  anschließen, damit die Langfinger ihr Aufbruchwerkzeug nicht auf den Boden abstützen können. Um Laufräder oder andere Komponenten zu schützen, empfiehlt sich ein Sicherungsseil.
Gut abgesichert haben die Stadtwerke Metzingen übrigens auch ihre Mülltonnen-Tauschaktion, wofür Stadträtin Gretel Kleinknecht den Verantwortlichen ein dickes Lob aussprach. Zur Freude des OBs, der gestand, die Verantwortlichen hätten der logistischen Herausforderung, immerhin gilt es 9100 Behälter auszuwechseln, doch mit einem gewissen Bammel entgegengesehen.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Schäferlauf-Städte mit Antrag für Unesco-Kulturerbe

Die Kurstadt, Markgröningen und Wildberg ziehen an einem Strang, um die Schäferlauftradition zum immateriellen, nationalen Unesco-Kulturerbe zu erklären. weiter lesen