Die Diakonie nimmt Solaranlage in Betrieb

Die Metzinger Diakonie schlägt einen ökologisch wertvollen Weg ein und gewinnt ab sofort Strom aus einer Photovoltaikanlage. Diese wurde gestern offiziell vorgestellt und in Betrieb genommen.

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Diakonie-Geschäftsführer Oliver Maier und OB Dr. Ulrich Fiedler als Vorstandsmitglied freuen sich über die Inbetriebnahme der PV-Anlage. Foto: Kristin Meyer

Dass die Diakonie-Sozialstation in Metzingen eine gute Sache ist, wird niemand bezweifeln. Doch nun ist das Gebäude in der Heinrich-Heine-Straße nicht nur sozial auf höchstem Niveau, sondern auch ökologisch befindet sich die Einrichtung jetzt auf dem grünen Weg.

Eine Photovoltaik Anlage auf dem Dach der Diakonie wurde am Dienstagvormittag offiziell eingeweiht. Mit dabei war neben dem Geschäftsführer Oliver Maier auch Oberbürgermeister Dr. Ulrich Fiedler, der dem Vorstand der Diakonie angehört. Dieser betonte, dass es sich dabei nicht nur aus seiner Sicht, sondern auch aus der Sicht der gesamten Stadt um eine "klasse" Nutzung einer solch großen Fläche handeln würde.

Fiedler fügte an, dass er sich darüber sehr freue, dass es in Metzingen solche engagierte Organisationen und Bürger gäbe.

Geschäftsführer Maier, der die glänzende Idee auf erneuerbare Ressourcen zu setzten hatte, bezeichnete die Entscheidung zur Umsetzung als "wagemutig". Zudem gab er zu Protokoll, dass von der Anlage im Moment viel mehr in das öffentliche Netz eingespeist würde, als die Einrichtung selbst verbrauche.

Insgesamt 204 Solarzellen mit einer Gesamtfläche von 336,6 Quadratmeter nehmen das Sonnenlicht auf dem Dach in Empfang. Der erwartete Ertrag liegt laut Aussage der Verantwortlichen bei rund 43 860 kWh pro Jahr.

Umgerechnet entspricht das dem Durchschnittsverbrauch von zehn bis zwölf vier-Personen-Haushalten. Und auch die CO2-Ersparnis könnte sich sehen lassen: Der Kohlenstoffdioxid-Ausstoß aller 25 Dienstautos soll mit der Solaranlage kompensiert werden.

Diese sollen in der Zukunft nach Möglichkeit keine Benzinschleudern mehr sein, denn eine große Vision von Oliver Maier ist es, alle Dienstwagen in Elektroautos umzuwandeln und diese mit selbst produziertem Strom zu betanken. Von der baldigen Realisierung dieses Traums ist Oberbürgermeister Fiedler "überzeugt".

Oliver Maier hat aber noch eine weitere Vision: Er träumt von der Speicherung des selbst erzeugten Stroms, damit kein Verlust der gewonnen Energie entsteht. Dies stellt sich im Moment jedoch noch problematisch dar, nicht nur für die Diakonie. Ein wahrlich löblicher und ökologischer Wunsch, für dessen Umsetzung sicherlich noch etwas Zeit ins Land gehen dürfte.

Finanziert wurde das Ganze übrigens nicht mit dem Pflegegeld, wie Geschäftsführer Maier betont. Die gut 100 000 Euro, die für das geschlossene Projekt aufgewendet wurden, sind komplett mittels Kredite finanziert. Eine Investition, die sich dann aber mittel- und langfristig auf jeden Fall lohnen wird.

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