Der gelbe Koloss

Durchdringende Hupsignale, ein 300 Meter langer Koloss auf der Bahnstrecke, Staub im Metzinger Bahnhof: Die Gleise und das Gleisbett werden saniert.

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Sehr viel Geduld brauchen Bahnfahrer. Und das seit Monaten. Seit Mai und noch bis in den November hinein erneuert die Bahn die Infrastruktur an ihrem Streckennetz in der Region. Besonders betroffen ist die Strecke Nürtingen-Metzingen-Reutlingen-Tübingen. In den vergangenen Wochen bewegte sich deshalb ein 300 Meter langes Stahlkoloss Zentimeter um Zentimeter voran, gezogen von einer 126 Tonnen schweren Diesellok, der Maxima CC 30, in Richtung Metzingen. Der Schotterreinigungszug säubert das Gleisbett auf 14 Kilometern. Erst vergangene Woche wirbelte er im Metzinger Bahnhof mächtig Staub auf, riesige Schotterberge wurden dort gelagert, der Lärm war ohrenbetäubend.

Auf der gesamten Bahnstrecke stand in den vergangenen Wochen nur ein Gleis zur Verfügung, weshalb alle 15 bis 20 Minuten ein lautes Warnsignal zu hören war, sobald ein Regionalzug sich näherte. Anwohner der Bahnstrecke wunderten sich, Anfragen über den seltsamen Ton gingen in der Redaktion ein und sogar in Kleinbettlingen wurden die Signale vernommen. Saniert wurde und wird aber nicht nur das Gleisbett, sondern auch Schienen müssen zum Teil ausgetauscht werden, stammen viele doch noch aus den 1970er Jahren. Es sind also gleich mehrere Bautrupps, die entlang der Strecke ihre Arbeit verrichten.

Die Arbeiten gehen ab nächste Woche in eine weitere Phase, betroffen ist der Abschnitt zwischen Metzingen und Reutlingen. Von Montag, 12. September,  bis Sonntag, 25. September, ist die Strecke Reutlingen – Metzingen gesperrt. Zwischen Reutlingen und  Metzingen sowie in Gegenrichtung fahren Ersatzbusse mit Anschluss an die Regionalexpresszüge in und aus Richtung Stuttgart.

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