Der Bindhof steckt voller Geschichte

Am Sonntag, 11. September, ist „Tag des offenen Denkmals“. Führungen gibt es unter anderem auch im Bindhof in Neuhausen.

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  • Der Neuhäuser Bindhof wie er früher aussah. Das Foto entstand Ende der 1960er Jahre. 1/2
    Der Neuhäuser Bindhof wie er früher aussah. Das Foto entstand Ende der 1960er Jahre. Foto: 
  • Der Bindhof ist inzwischen das Schmuckstück Neuhausens. Am Sonntag gibt es dort Führungen. 2/2
    Der Bindhof ist inzwischen das Schmuckstück Neuhausens. Am Sonntag gibt es dort Führungen. Foto: 
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Das Dorfgemeinschaftshaus Bindhof in Neuhausen steht seit seiner Einweihung im Jahr 2003 regelmäßig am Tag des offenen Denkmals interessierten Besuchern offen. Karl-Heinz Fritz und Patricia Stasch vom Arbeitskreis Stadtgeschichte bieten von 13 bis 17 Uhr Führungen nach Bedarf an.

Das Anwesen zwischen Altem Rathaus und Gemeindezentrum wurde ab 1531 als Pfleghof für das Kloster Zwiefalten errichtet und bestand ursprünglich aus einem großen Gewölbekeller von über zwölf Meter Breite und über 18 Meter Länge sowie einer darüber liegenden Scheune mit drei übereinander liegenden Speicherböden.

Die dort verbauten Eichen wurden im Winter 1531/32 gefällt, wie durch dendrochronologische Untersuchungen ermittelt werden konnte. Neben der Scheune entstand 1533 das Verwalterhaus.

Der Gebäudekomplex diente zur Lagerung der Abgaben der Dorfbewohner an das Kloster Zwiefalten, in alten Beschreibungen wird er auch „Klosterküferei“ genannt. Im 18. Jahrhundert wurde diese ursprüngliche Nutzung aufgegeben, die Gebäude gelangten in Privatbesitz und wurden entsprechend umgebaut oder durch Anbauten ergänzt. In den 1990er Jahren konnte die Stadt die landwirtschaftlich genutzten Gebäude von mehreren Besitzern erwerben und im Landessanierungsprogramm unterbringen. Der ehemalige Zwiefalter Klosterhof wurde 2001 bis 2003 zum Dorfgemeinschaftshaus umgebaut und ist ein hervorragendes Beispiel für das diesjährige Motto „Gemeinsam Denkmale erhalten“.

Am Tag des offenen Denkmals wird den Besuchern erläutert, wie der Bindhof durch gemeinschaftliches Handeln von örtlichen Gruppen und Vereinen, Ortschaftsrat und Stadtverwaltung zum Neuhäuser Dorfgemeinschaftshaus wurde.

Seit 2003 finden dort Ausstellungen, Bürgerversammlungen und Konzerte statt, der Bindhof wird von diversen Neuhäuser Vereinen und für private Festtage genutzt. Außerdem hat dort die Zweigstelle Neuhausen der Stadtbücherei ihren Sitz und in der Handschuhmacher-Stube wird an ein für Neuhausen sehr wichtiges Gewerbe erinnert.

Offene Denkmale

Zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 11. September, ist der Bindhof Neuhausen von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Weitere offene Denkmale in Metzingen: Bethel-Kirche Glems, ehemaliger Offenhäuser Pfleghof Metzingen, Martinskirche Metzingen, Obstbaumuseum Glems, Seldnerhaus Metzingen. Weitere Informationen zum landesweiten Tag des offenen Denkmals unter www.tag-des-offenen-denkmals.de/

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