Bürgereinwände abgelehnt

Am Donnerstag soll der Gemeinderat dem Bebauungsplan Posthof-Areal zustimmen. Während der öffentlichen Auslegung waren zahlreiche Eingaben von Bürgern eingegangen, die abgeschmettert wurden.

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  • So soll das Posthof-Areal mit der Völter-Villa und den zwei Neubauten nach den Plänen des Investors aussehen. Fotos: Archiv 1/2
    So soll das Posthof-Areal mit der Völter-Villa und den zwei Neubauten nach den Plänen des Investors aussehen. Fotos: Archiv
  • Seit knapp 20 Jahren liegt das Posthof-Areal schon brach. 2/2
    Seit knapp 20 Jahren liegt das Posthof-Areal schon brach.
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Bis ein Gelände tatsächlich bebaut werden darf, sieht das Planverfahren etliche Möglichkeiten vor, die Meinung der Bevölkerung einzuholen. Eine dieser Gelegenheiten, offiziell seinen Unmut über potenzielle Bauvorhaben zu äußeren, ist die Phase der Offenlegung eines Bebauungsplanes. Diese Phase war nun auch im Bebauungsplanverfahren "Posthof-Areal" gegeben, zahlreiche Metzinger Bürger nutzten die Gelegenheit, um gegenüber der Stadtverwaltung den vorgelegten Plänen eines Investors zu widersprechen.

Dass Regierungspräsidium, Landratsamt, die Bahn oder die Deutsche Telekom als Träger öffentlicher Belange von ihrem recht der Stellungsnahme Gebrauch machen, ist nichts Ungewöhnliches. Dass aber gleich sechs Eingaben, in diesem Fall besser bezeichnet als Einsprüche, eingehen, eine davon sogar gleich von 65 Metzingern unterzeichnet, ist dann doch nicht an der Tagesordnung.

Die Beschwerdeführer, zum Großteil Anlieger in der Schönbein- und in der Hindenburgstraße, kritisieren in erster Linie, dass die zwei geplanten Gebäude auf dem Posthof-Areal, die dann die Völter-Villa umschließen, zu hoch sind. Das viergeschossige Haus entlang der Schönbeinstraße ist mit einer Giebelhöhe von 15 Metern angegeben, jenes entlang der Hindenburgstraße sogar mit 16 Metern. Mit diesen Höhe verstoßen die Gebäude gegen den für das Gelände geltende Bebauungsplan, für eine entsprechende Änderung sehen die Kritiker aus städtebaulicher Sicht keine Veranlassung. Sie schlagen daher vor, aus den viergeschossigen Gebäuden dreigeschossige zu machen, die dann eine Höhe von maximal 13,50 Meter hätten. Sie lassen sich auch nicht von der Argumentation des Investors überzeugen, dass dreigeschossige Gebäude mit einem Ladengeschoss und zwei Wohngeschossen darüber an dieser Stelle nicht wirtschaftlich zu bauen seien.

Sowohl Stadtverwaltung und Gemeinderat sind aber froh, nach knapp 20 Jahren endlich einen Investor für dieses innerstädtische Filetstück gefunden zu haben. Selbst das Landesdenkmalamt kann bei einer Einhaltung des Bauabstandes von fünf Metern zur Völter-Villa keinen förmlichen Einwandgrund erkennen. Die Verwaltung sieht mit den vorgelegten Plänen des Investors ebenfalls keinen Verstoß gegen bestehende Regelungen. Daher hat sie in ihrer Stellungsnahme alle Einwände der Bürger abgelehnt.

Von diesem Ergebnis hat Oberbürgermeister Dr. Ulrich Fiedler am vergangenen Mittwoch in einem nichtöffentlichen Treffen die Unterzeichner der Eingaben in Kenntnis gesetzt. Ob er damit Einsicht erzeugen konnte und ob vor allem der Gemeinderat trotz der Einwände weiter zu dem Projekt steht, wird sich in der Sitzung am Donnerstag zeigen.

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