Big Band spielt nur einmal im Jahr auf

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Alle Gruppen der Hofbühlmusikanten konnten beim Frühjahrskonzert überzeugen.  Foto: 

Nur sehr wenige Stühle sind am Samstag beim Frühjahrskonzert der Hofbühlmusikanten in der Metzinger Stadthalle unbesetzt geblieben. Das lag aber daran, dass aktive Musiker lieber hinter der Bühne blieben, um sich auf ihren zweiten Auftritt mit der Big Band vorzubreiten. Immerhin ist die Band ein Markenzeichen der Hofbühlmusikanten, das  ausschließlich beim Frühjahrskonzert zu hören ist. Sie besteht vorwiegend aus eigenen Musikanten. Nur zur Ergänzung wie am Klavier, am Kontrabass oder wenn ein Musiker fehlt, gibt es Ausnahmen.

Die „Glücksbringer-Polka“

Die Big Band wurde 1972 zum Frühjahrskonzert unter dem damaligen Dirigenten Karl Maurer gegründet und spielt seitdem, bis auf zwei Ausnahmen, im Stil Glenn Millers. Eine Big Band hat naturgemäß eine andere Besetzung als die Blaskapelle: So spielen Saxophone eine bedeutende und tonangebende Rolle in einem solchen „Jazzorchester“. Stadtmusikdirektor Bruno Seitz, der übrigens seit 40 Jahren Hofbühlmusikant ist und dafür am Donnerstag während der Hauptversammlung des Musikvereins Neuhausen geehrt wird, hat die Tradition der Big Band also fast von Anfang erlebt und setzt diese gerne fort.

Das Blasorchester bot dem Publikum unter Leitung von Bruno Seitz wieder einmal eine überzeugende Leistung. Zu Gehör kamen beispielsweise Werken wie die Ouvertüre zur Operette „Der Zigeunerbaron“, die „Glücksbringer-Polka“ oder der moderne Konzertmarsch „Europastadt“. Danach zeigte Jugendkapelle unter Leitung von Nadja Jetter ebenfalls die hohe Kunst der Blasmusik. Auch die Bläserklasse unter Leitung von Bruno Seitz demonstrierte, was sie schon alles kann. Der nächste Schritt ist dann die Aufnahme in die Jugendkapelle.

Den zweiten Teil des Konzerts gestaltete die Big Band, ebenfalls unter Leitung von Seitz. Das Publikum, das vorher schon begeistert Beifall gespendet hatte für die anderen Orchester, war sogar noch steigerungsfähig mit dem großen Beifall für Stücke wie „Sir Duke, „Alexanders Ragtime Band“ oder dem berühmten „Mambo No. 5“.

Informationen zu Musikgeschichte und Komponisten und Interpreten lieferte in allen Fällen Gerhard Laib, der in bewährter Weise durch das fast zweistündige Programm führte. Von den Hofbühlmusikanten ist das ganze Jahr über etwas zu hören, aber als Big-Band-Mitglieder im Alter von 18 bis 55 Jahren treten sie erst wieder beim nächsten Frühjahrskonzert auf.

Die Gast-Solisten Elisabeth Auer, Saxophon, und Christoph Kolb, Posaune, spielen allerdings am Sonntag, 26. März, ab 17 Uhr wie gewohnt in ihrer Stadtkapelle Metzingen wieder mit. Diese besitzt zwar auch eine Big Band, aber eben nicht als spezielles Markenzeichen für das Frühjahrskonzert.

Stadtmusikdirektor Bruno Seitz ist seit 40 Jahren ein Hofbühlmusikant. Ein Jubiläum, für das er diese Woche während der Hauptversammlung des Vereins geehrt wird.

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