Auf den Spuren des Bruders

Die katholische Kirchengemeinde St. Bonifatius lädt am Sonntag, 6. März, um 11.15 Uhr in den Bonifatiussaal zu einer Matinée über Simbabwe ein.

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Manfred Zocholl aus Riederich und Mitglied im Kirchengemeinderat St. Bonifatius zeigt einen interessanten 30-minütigen Film über die Marymount-Mission ganz im Nordosten des afrikanischen Landes Simbabwes. Diese Station wurde zwischen 1960 und 1966 von deutschen Jesuiten aufgebaut und feiert 2016 ihr 50-jähriges Bestehen. Der Bruder von Manfred Zocholl, der Jesuitenbruder Gerhard Zocholl, arbeitete von 1960 bis zu seinem tragischen tödlichen Unfall mit 39 Jahren im Jahr 1966 maßgeblich am Aufbau mit. Manfred Zocholl, seine Frau Annemarie und seine inzwischen verstorbene Schwester begaben sich 1996 auf die Spuren des 30 Jahre zuvor verstorbenen Bruders nach Simbabwe. Daraus entstanden neue Kontakte. Der afrikanische Jesuitenpater Felix Mukaro, der seit 2007 die Missionsstation als Pfarrer leitet, war bei einem Deutschlandbesuch 2014 unter anderem auch in Metzingen.

Manfred Zocholl zeigt in seinem Film die aktuelle Lage in dem südwestafrikanischen Land auf und er hat viele Bilder von seinem Besuch 1996 sowie aus der Gründerzeit eingebaut. Danach stellt Kathrin Prinzing aus Nürnberg das aktuelle Marymount in Bild und Text vor. Sie ist bei der Jesuitenmission in Nürnberg zuständig für die Spendenverteilung und die Kontakte zu den Stationen, an denen Jesuiten im Ausland arbeiten. Marymount liegt ganz am Rande Simbabwes, nahe der Grenze zu Mosambik. Pater Felix Mukaro hat in der ländlichen Region, die für Jugendliche kaum Zukunftschancen bietet, unter anderem eine Erdnussbutter-Produktion aufgebaut. Diese ernährt inzwischen mehrere Familien. Eine Hühnerzucht wurde ebenfalls installiert. Außerdem wurde im Juli 2015 der Grundstein für die Wiedereröffnung der Schule gelegt, die inzwischen in Betrieb ist und jedes Jahr um eine weitere Klassenstufe erweitert werden soll. Auch eine Gesundheitsstation mit einem Arzt wurde eingerichtet.

Mitglieder der Kolpingsfamilie übernehmen die Bewirtung bei der gut einstündigen Matinée. Der Eintritt ist frei. Spenden werden für die Marymount-Mission erbeten. Die Kirchengemeinde wird erstmals auch Geld aus dem Haushalt an dieses Projekt geben.

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