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Leserbriefe sind erwünscht, können aber nur veröffentlicht werden, wenn der Absender seine vollständige Anschrift samt Telefonnummer angibt. Auch Leserbriefe per E-Mail sind möglich. Die Redaktion behält sich Kürzungen der Leserbriefe vor. Adressen: Metzinger Uracher Volksblatt/Der Ermstalbote, 72555 Metzingen, Römerstraße 19 (muv.redaktion@swp.de); Alb Bote, 72525 Münsingen, Gutenbergstraße1 (alb-bote.redaktion@swp.de) und Reutlinger Nachrichten, 72764 Reutlingen, Albstraße 4 (rn.redaktion@swp.de).

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15.06.2016 10:42 Uhr

Das christliche Handeln des Diakonissenrings e.V.

Das christliche Handeln des Diakonissenrings e.V.:
Vor 5 Jahren bezog meine Mutter ein kleines 1½-Zimmer-Appartment des Diakonissenrings in Metzingen. Meine Familie war von den angebotenen Leistungen überzeugt. So beruhigte uns die 24-stündige Hausbereitschaft, war die alte Dame mit ihren fast 90 Jahren doch ein wenig unter Aufsicht und konnte trotzdem ihr Leben unabhängig leben.
Schon ein Jahr später zogen dunkle Wolken auf. 2012 sollte der bestehende Miet- und Betreuungsvertrag aufgelöst und in einen neuen Vertrag gewandelt werden. In einer Versammlung erhob sich heftiger Widerstand wegen einiger unsinniger Klauseln:
Die Wohnung darf jederzeit vom Vermieter betreten werden,
alle fünf Jahre soll die gesamte Wohnung, einschließlich Installationsrohre, Türen und Einbauschränke, neu gestrichen werden, und
die vertraglich festgelegte neue Temperaturregelung sieht vor, dass von Mai bis Oktober nur geheizt wird, wenn die Außentemperaturen mehr als drei Tage unter 12C fallen. In der kalten Jahreszeit wird eine Temperatur von immerhin 20C garantiert (Doch brauchen, wie allgemein bekannt, alte Menschen für ihr Wohlgefühl höhere Umgebungstemperaturen - eigene Heizgeräte dürfen jedoch nur mit Genehmigung des Hauseigentümers aufgestellt werden).
Natürlich wollte die Geschäftsführung diese enormen Erneuerungen beim alten Mietpreis von etwa 15€ (ortsüblich sind 7–10€) einführen. Nach unserem Widerspruch kehrte bald Ruhe ein.

Zu Beginn dieses Jahres war die Friedenszeit vorbei. Der Geschäftsführer startete eine neue Attacke. Jetzt sollte für alle Bewohner die 24-stündige, hausinterne Betreuung wegfallen – aus Kostengründen! Die Bewohner können sich ja mit dem Johanniternotruf absichern. Ein Vertragsbuch, da kein neuer Vertrag bis dahin unterschrieben wurde.
Das Interessante am Vorgehen des Diakonissenrings ist, dass der „neue“ Vertrag Punkt für Punkt, auch mit Tippfehlern, dem Vertrag von 2012 entspricht. Die meisten Bewohner unterschrieben sofort ungelesen den Vertrag und verzichteten „freiwillig“ auf folgende Leistungen:
die 24-stündige Heimbetreuung,
Serviceleistungen wie Mahlzeiten werden jetzt freiwillig, gegen Bezahlung vom Betreiber des Hauses angeboten und können jederzeit gestrichen werden, da diese nicht Bestandteil des neuen Vertrags sind,
die zuvor bestehende Vorzugs- und Notfallbehandlung bei der Überleitung vom betreuten Wohnen ins Pflegeheim ist nicht mehr Teil des Vertrages.

Im Unternehmensleitbild, das sich der Diakonissenring 2006 verpasste, heißt es, dass er „nach christlichen Werten auf Grundlage der Evangelien“ handele. Man nimmt die Anliegen von Bewohnern und Angehörigen ernst und bezieht die Angehörigen in die Betreuung mit ein. Darüber hinaus wirbt der Ring auf seiner neuen Homepage mit regelmäßigen Veranstaltungen und einem geselligen Beisammensein – leider wurde in Vergangenheit nichts dergleichen angeboten und das Haus zeichnet sich eher durch Stille aus, die in Zukunft ohne Betreuung sicherlich verstärkt einkehren wird.

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