Abend der Freude und der Erinnerung

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Das Publikum im Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium war begeistert.  Foto: 

Schieß mich doch zum Mond“, sang Kai Kubina, begleitet von der Jazz-Combo.  Es war ein Song von Roger Cicero, der sich dem Swing verschrieben hatte, und der vor knapp einem Jahr im Alter von 45 Jahren starb. Mit seiner deutschen Version von „Fly me to the Moon“ von Frank Sinatra, war dann auch der Auftakt für eine „Jazz im Foyer“-Veranstaltung gegeben, die eine Hommage an verstorbene Musiker war. So folgten dann auch gleich Songs, die an Sammy Davis, Chet Baker oder Ray Charles, Tom Jobim erinnerten. Sogar Udo Jürgens war mit „If I never sing another Song“ vertreten. Doch nicht nur gesanglich bewiesen die Sängerinnen der Combo ihre Qualität, das galt auch für die Combo insgesamt und die instrumentalen Solistenparts, die immer wieder mit Beifall belohnt wurden. Sie zeugten von einer Verve, die das Lebensgefühl der Mitwirkenden in diesem Konzert insgesamt ausdrückte.

Nach diesem ersten Block des Konzerts war dann der eher klassische Jazz am Zuge. Jakob Manz, das 15-jährige Ausnahmetalent, hat vor einiger Zeit eine Band gegründet. „Green Staggs & Friends“ nennt sie sich. Grün sind die Jungens in musikalischer Sicht keineswegs mehr, aber sprachlos machen sie schon. So boten Jakob Manz (Altsaxofon), Hannes Stollsteiner (E-Piano), Frieder Klein (Bassgitarre) und Paul Albrecht (Schlagzeug) in Erinnerung an bekannte musikalische Größen ein Programm, das in unterschiedlicher Art die Einflüsse auf den afroamerikanischen Jazz beinhalteten. Ihr herausforderndes Zusammenspiel und die solistischen Parts der vier jungen Künstler, die immer wieder mit besonderem Beifall belohnt wurden, ließen erkennen, dass der Slogan „Da liegt Musik im Blut“ durchaus seine Berechtigung hat. Schade nur, dass die lauten Gespräche aus Richtung Eingangsbereich und dem laufend durchgehenden Gang zur Bewirtung störten.

Die ausgezeichnete Bewirtung lag in den Händen des Förderkreises des Bonhoeffer-Gymnasiums. Ohne ihn wäre so manches nicht möglich. Und so ehrte er bei dieser Veranstaltung vier junge Entwicklungs-Chemiker. Lea Simic, Janine Milic, Benjamin Schenkl und Julia Flamm haben sich mit ihrem Lehrer Wolfgang Bohn dem Recycling von Tennisbällen verschrieben. Die Ergebnisse werden im nächsten Jahr bei „Jugend forscht“ vorgestellt. Für ihre Leistung erhielten sie von Ulrike Marcus und Sylvia Wehmeier (Erste und zweite Vorsitzende des Förderkreises) nicht nur eine Urkunde, sondern auch eine finanzielle Anerkennung. Und dann wurden Stuhlreihen weggeräumt, es ging auf zur Party. Die Jazz-Combo hatte noch nicht vollständig die Bühne betreten, da sammelte sich das Publikum schon davor. In diesem Veranstaltungsblock nun wurden wieder Songs verstorbener Musiker der letzten Jahre in Erinnerung gebracht.

George Michael, Michael Jackson, Whitney Houston, Maurice White, Prince, Errol Brown und David Bowie ließen mit ihren weltbekannten Liedern grüßen. Und die singenden jungen Damen der Combo regten mit ihren Bewegungen zum Tanzen an. Die Enge auf der Tanzfläche störte keineswegs. Es war eine Disco-Atmosphäre, doch das Publikum konnte sich schon wie in Konzerten der verstorbenen Stars fühlen.

Musiklehrer Wolf-Dieter Rahn hatte Programm und Regie fest im Griff, wirkte auch mal sängerisch mit und hatte alle Arrangements für die Jazz-Combo geschrieben. Die ist inzwischen mit zehn Sängerinnen, zwölf Bläsern und sieben Schülerinnen der Rhythmusgruppe auf fast 30 Mitglieder angewachsen – ein musikalisches Aushängeschild des Metzinger Gymnasiums.

Jahre alt erst ist das Ausnahmetalent Jakob Manz. Er hat vor einiger Zeit eine Band gegründet. Sie nennt sich „Green Staggs & Friends“. Sie spielt klassischen Jazz.

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