„Auf der Schwelle zu besonderer Zeit“

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Von Barock über Klassik und Romantik, bis zu einer modernen Interpretation des Klezmer reichte die musikalische Bandbreite, die am Sonntag vom Blasorchester und dem Jugendblasorchester der Stadtkapelle vorgetragen wurde. Neun Stücke waren unter der Leitung von Stadt- und Landesmusikdirektor Bruno Seitz vorbereitet worden, die in diesem Jahr zum Teil von Bezirkskantor Stephen Blaich an der Orgel unterstützt wurden.

Den Auftakt machte das Jugendblasorchester mit dem getragenen „Morgengebet“ von Tchaikowsky, stark kontrastiert von dem darauffolgenden, schmissigen „A Klezmer Karnival“ von Philip Sparke. Für das traditionelle amerikanische Weihnachtslied „Little Drummer Boy“ spielte der neunjährige Philipp Herzig sehr mutig die kleine Trommel als Solist vor der nahezu voll besetzten Zuhörerschaft.

Die „Großen“ übernahmen daraufhin mit Stücken von Tchaikovsky, Beethoven und Khachaturian. Anstatt einer klassischen Führung durch das Programm nutzte Andreas Hermann die Pausen zwischen den Stücken, um auf die Bedeutung der Adventszeit einzugehen und ein paar Gedanken zur Weihnachtsgeschichte aus verschiedenen Perspektiven zu formulieren. So sprach er von König Herodes, der sich hauptsächlich vor dem Verlust seiner Macht fürchtet, von Maria, die trotz ihrer großen Unsicherheit auf Gott vertraut und von der Wirtin, für die mit einem Blick auf die junge Familie im Stall der Lärm der Welt verstummt und die sich fragt: „Kann man Licht eigentlich hören?“ Das wollten die Musiker nicht unbeantwortet lassen und spielten mit Adolphe Adams „O Holy Night“ in dem grandiosen Arrangement von Frank Bernaerts das Highlight des Abends. Abschließend wurde Händels „Das Große Halleluja“ und als Zugabe „Macht Hoch die Tür“ gespielt.

Die Spenden kommen in diesem Jahr dem Haus Matizzo, in welchem ehrenamtlich Hilfe zur Lebensgestaltung, Lebensbewältigung und beim Lebensabschied angeboten wird. Außerdem den Ermstalmusikanten Dettingen, welche bei dem Unwetter im Juli nicht nur den Großteil des Notenbestandes, sondern auch viele Instrumente verloren haben.

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