Vorschläge und Ideen des Zukunftsteams "Soziale Lebenswelt, Bildung und Betreuung (mit Stellungnahmen der Stadt)"
Qualifizierte Kinder- und Jugendbetreuung:
- Betreuungsangebote für Kinder von sechs Monaten bis zwölf Jahren entsprechend den Bedürfnissen (Der Ausbau der Betreuungsangebote in diesem ist bereist auf einem guten Niveau und wird weiter ausgebaut).
- Ausbau der Kleinkindbetreuung (Der Ausbau der Kleinkindbetreuung erfolgt zeit- und nachfragegerecht).
- Ergebnistransparenz und -umsetzung der Bedarfsplanungsgruppe (Durch die Beteiligung aller relevanter Gruppen bietet bereits die größtmögliche Transparenz, der Gemeinderat diskutiert die Ergebnisse in öffentlicher Sitzung. Die Ergebnisse der Gruppe werden regelmäßig umgesetzt).
- Vertiefung der Kooperation mit dem Tagesmütterverein (Die Kooperation mit dem Tagesmütterverein ist gegeben, es findet ein regelmäßiger Austausch statt. Positives Beispiel ist die Umsetzung des Wepuko-Tigers).
- Zeitnahe, verlässliche Zusage für einen Ganztagesplatz (Da das Angebot an Ganztagesplätzen im Kindergartenalter noch nicht vollständig ausgebaut ist, kommt es zu Versorgungsengpässen. Erst nach Sichtung aller Anmeldungen, auch für Regelplätze, kann eine verlässliche Zusage gegeben werden).
- Schaffung weiterer Ganztagesplätze im Kleinkind-, Kindergarten- und Schulbereich (Im Kleinkind- und Kindergartenbereich wird das Angebot bedarfsgerecht ausgebaut. Im Grundschulbereich wird aus einer Vielzahl an Gründen weiterhin die "offene Ganztagsschule einem Hort an der Schule vorgezogen. Zum nächsten Schuljahr wird an der Sieben-Keltern-Schule eine weitere pädagogische Fachkraft eingestellt und somit das Angebot verbessert. An anderen Metzinger Grundschulen sowie an weiterführenden Schulen besteht nur sehr vereinzelt Bedarf an einem Hort beziehungsweise an einer Ganztagesbetreuung).
- Die Gebühren berücksichtigen die finanzielle Situation der Familien. Städtische Betreuungsangebote werden in den Familienpass aufgenommen. Betreuungsangebote stehen allen Metzinger Kindern offen (Der Familienpass sollte grundsätzlich überarbeitet werden, derzeit fehlt der finanzielle Spielraum. Gebühren für Betreuungsangebote sind aber bereits einkommensabhängig. Betreuungsangebote stehen allen Metzinger Kindern offen).
- Breit gefächerte Ferienbetreuung mit einer Koordinations- und Anlaufstelle bei der Stadtverwaltung und der Einrichtung einer Kontaktbörse mit Vereinen und Gruppen (Vereine und Organisationen werden jährlich angeschrieben, um Ferienangebote zu machen. So entsteht das "Sommerferienprogramm". Ab dem nächsten Jahr wird die Stadt zudem an der Sieben-Keltern-Schule eine Ferienbetreuung organisieren. Dort gibt es für Grundschüler aus Metzingen bis auf 20 Schließtage im Jahr ein Betreuungsangebot. Im Vereinsgespräch im Herbst wird vorgeschlagen, Angebote von übergeordneten Verbänden wie Sportkreis, BUND-Jugend in das Sommerferienprogramm mit aufnehmen zu lassen).
- Metzingen hat ausreichend Aufenthaltsräume und vielfältige Freizeitangebote für Jugendliche von zehn bis 16 Jahren (In Metzingen existiert bereits ein großes Angebot an Freizeitmöglichkeiten für diese Altersgruppe. Für die offene Jugendarbeit stehen das Jugendhaus, Café Campus und Club Thing zur Verfügung. Skate-Anlagen und Dirtpark sind auch für jüngere Kinder geeignet).
- Bau eines Aktivitätsspielplatzes (Ein solcher wird für sinnvoll erachtet. Eine Planungsgruppe hat 2009/10 bereits ein Konzept erarbeitet, das wegen der Kosten von 100 000 Euro vom Gemeinderat nicht genehmigt wurde).
- Initiierung eines "Runden Tisches" für alle Metzinger Jugendorganisationen (Mit dem Arbeitskreis Kinder und Jugend gibt es bereits ein solches Netzwerk von Fachkräften).
- Aufbau eines Metzinger Jugendnetzwerkes (Mit den personellen Ressourcen der Stadtverwaltung ist der Aufbau eines solchen Netzwerkes nicht möglich. Der Jugendgemeinderat dient als Sprachrohr für die Jugendlichen in Metzingen).
- Stärkung der Offenen Jugendarbeit und Einbindung des Jugendgemeinderates in die Offene Jugendarbeit (Der JGR kümmert sich aktuell um eine Zusammenarbeit mit dem Jugendhaus und setzt sich mit der offenen Jugendarbeit im Neugreuth auseinander. Der JGR ist also bereits in diese fragen eingebunden).
- Das Jugendhaus in Metzingen ist Zentrale der Offenen Jugendarbeit in der Stadt (Das Jugendhaus hat einen Schwerpunkt auf der Arbeit mit benachteiligten Jugendlichen, betreibt somit Jugendsozialarbeit. Dieser Arbeit wird größere Bedeutung zugemessen als einer zentralen Offenen Jugendarbeit in der Stadt. Dafür reichen auch die Ressourcen des Jugendhauses nicht aus).
Integrative Einrichtungen:
- Lokale Anlaufstelle für Inklusion und Teilhabe (Trotz langer Suche kann die Verwaltung noch keine geeigneten Räume für die Beratungstelle zur Verfügung stellen. Oberbürgermeister und Verwaltung bieten aber weiterhin ihre Hilfe bei dieser Suche an).
- Konzeption "Metzinger Schule für alle" ist erstellt (Die Metzinger Schulen sind untereinander im Gespräch, wie Kinder mit Behinderung in Regelschulen inklusiv geschult werden können. In allen Metzinger Schulen gehen oder gingen Kinder mit Behinderungen zur Schule. Die Schulleiter erkennen jedoch Grenzen. Eine personalintensive Betreuung ist erforderlich. Die Mittel dazu muss die Landesregierung bereitstellen).
- Einrichtung einer Außenklasse der Haldenwang-Schule für Kinder mit Behinderungen (Die Seyboldschule ist mit den Metzinger Grundschulen in konstruktivem Dialog, wie inklusive Klassen umgesetzt werden können. Derzeit werden pädagogische Konzepte erarbeitet).
- Metzingen hat einen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenkonvention (Die von der UN-Behindertenrechtskonvention gefordert Inklusion ist eine wichtige Aufgabe, der sich auch die Stadt annehmen möchte. Die neue Landesregierung hat Inklusion als vorrangiges Ziel ausgegeben und möchte in Kooperation mit Wohlfahrts- und Betroffenenverbänden sowie den Kommunen einen Umsetzungsplan für Baden-Württemberg erarbeiten. Die Verwaltung schlägt vor, diesen Plan erst abzuwarten. Ein Arbeitskreis könnte dann die Umsetzung der Ergebnisse in Metzingen prüfen. Um sich seitens der Verwaltung der neuen Ausgabe mit Qualität annehmen zu können, ist eine entsprechend personelle Ausstattung notwendig).
Integrationsprozess der Migranten:
- Migranten nehmen gleichberechtigt am kommunalen Geschehen teil. Das Zusammenleben wird aktiv gestaltet (Das Angebot zur Teilnahme am kommunalen Geschehen steht auch Migranten offen. Beratungsstellen wie Jugendmigrationsdienst, Diakonische Bezirksstelle oder Mobile Jugendberatung kümmern sich um Fragestellungen rund um Migration. Nicht alle Migranten nutzen aber diese Angebote).
- In Metzingen findet ein lebendiger kultureller Austausch statt (Der Arbeitskreis Integration existiert nach wie vor. Leider sind in Metzingen wenige Nationalitäten in irgendeiner Weise organisiert, sodass eine Rückmeldung der Ergebnisse des Arbeitskreise in die Bevölkerungsgruppen nicht möglich ist. Insbesondere fehlt eine Vertretung der türkischstämmigen Bevölkerung).
- Die Metzinger Sportvereine nehmen an der DOSB-Aktion "Integration durch Sport" teil (Die TuS Metzingen ist seit 2010 anerkannter Stützpunktverein im Sinne der Aktion. Beim nächsten Vereinsgespräch wird die Verwaltung die Anregung an die Vereine weiterleiten).
- Chancengleichheit für Migranten in Schule und Ausbildung; Ausbau ganzheitlicher Sprach- und Bildungsförderung in Tageseinrichtungen (Kindertagesstätten: Sprach- und Bildungsförderung gehört in Metzinger Einrichtungen zum Standard. Alle Einrichtungen verfügen über fortgebildete Sprachförderkräfte. Der Kindergarten Hermann-Löns-Platz ist Teil des Bundesprogramms "Schwerpunktkita Sprach und Integration".
Schule: In der Neugreuth-Schule erhalten sämtliche 2. Klassen drei Stunden Sprachförderung pro Woche. Die Uhlandschule Neuhausen setzt das Projekt "Förderung der Sprachfähigkeit von Hauptschülern" um. Grundschüler der Sieben-Keltern-Schule erhalten eine Leseförderung. Stadtbücherei: 2010 wurde das Projekt "Lesetüte" zur Verbesserung der Lese- und Sprachkompetenz initiiert. Die Lesetüte bekommen alle Metzinger Vorschüler, verbunden mit einem Gutschein für die Stadtbücherei.
Allgemein: Der Ausbau des Angebots an Sprach- und Integrationskursen ist grundsätzlich keine kommunale Aufgabe. Hierfür zeichnet das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) verantwortlich, das private und öffentliche Träger mit der Durchführung von Kursen beauftragt. In Metzingen ist die VHS ein solcher zugelassener Anbieter von Integrationskursen. Darüber hinaus bieten freie Träger und Ehrenamtliche wie der Jugendmigrationsdienst, das Haus Matizzo, die TuS Metzingen oder Mobile Angebote für Migranten, auch um deren Sprachkenntnisse zu verbessern).
Mehrgenerationenhaus in Metzingen:
- Es gibt Mehrgenerationenhäuser oder -zentren. Es gibt bedarfsgerechte Angebote von zentral und dezentral gelegenen Mehrgenerationenhäusern (Alternative Wohnkonzepte gewinnen zunehmend an Bedeutung, Mehrgenerationenhäuser könnten daher künftig einen zentralen Stellenwert im öffentlichen Leben bekommen. Die Vorschläge des Zukunftsteams für die Dienstleistungen und Angebote eines Mehrgenerationenhauses müssen nicht notwendiger Weise mit der Wohnform eines Mehrgenerationenhauses in Verbindung gebracht werden, sie könnte auch ein Familienzentrum wahrnehmen. Zunächst sollte eine weitere Vernetzung bestehender Angebote erfolgen, ein Mehrgenerationenhaus könnte dann in einem zweiten Schritt erfolgen).
- Die Stadt Metzingen erwirbt generationenübergreifende Haus- und Wohngemeinschaften. Die Stadt hält entsprechende Grundstücke vor. Ein Mehrgenerationenhaus ist eine Betreiberimmobilie. Es besteht eine Grundinfrastruktur in allen Stadtteilen (Bereits heute kann die Stadt bei Grundstücksangelegenheiten mit Blick auf Mehrgenerationenhaus maßgeblich agieren oder unterstützen. Gerade in den derzeit drei zentrumsnah gelegenen Sanierungsgebieten bestehen dafür gute Voraussetzungen. Es ist ausdrückliches Ziel der Sanierungen, neues Leben für alle Altersklassen in die innerörtlichen Lagen zu bringen).
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Autor: SWP | 17.08.2011
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