Sicher in den Badeurlaub
Region. Die meisten Bade- und Schwimmunfälle passieren an nicht bewachten Gewässern, deshalb weist die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) nochmals auf potentielle Unfall-Ursachen hin.
Die möglichen Gründe für Badeunfälle sind laut DLRG vielschichtig: Fehlendes Risikobewusstsein der Erwachsenen und Kinder; Fehleinschätzung der Leistungsfähigkeit und Fertigkeiten; Nachahmungseffekte; Möglichkeit des unbemerkten Zugangs zum Schwimmbad/Teich, Vernachlässigung der Aufsichtspflicht, unübersichtliche örtliche Bedingungen oder ungeeignete Schwimmgeräte beziehungsweise unsachgemäße Anwendung zum Beispiel von Auftriebshilfen oder Spielgeräten.
Das Wasser hat eine faszinierende Wirkung, der Eltern und Kinder häufig blindlings folgen, ohne sich möglicher Gefahren bewusst zu sein. Aufsichtspersonen, die mit Kindern am, im oder auf dem Wasser sind, müssen vorausschauend Gefahrenpunkte (Gefahrstellenanalyse) ausmachen und die erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen planen. Dabei darf sich die Wassersicherheit nicht auf einmalige und sporadische Aktionen beschränken, sondern muss jederzeit durch konsequente Verhaltensregeln gewährleistet sein.
Das DLRG betont, dass eine direkte Beziehung zwischen der Schwimmfähigkeit der Menschen und der Anzahl der Ertrinkungsfälle besteht. Auf einen kurzen Nenner gebracht heißt die Formel: Je mehr Menschen schwimmen können, desto weniger verlieren ihr Leben im Wasser. Deshalb rät die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft allen Eltern, ihre Kinder frühzeitig für einen Schwimmkurs anzumelden.
Kinder sind erst dann wassersicher, wenn sie sich unter Wasser genauso gut zurecht finden wie über Wasser, wenn sie 15 Minuten ohne Halt und ohne Hilfen im tiefen Wasser schwimmen können, wenn sie auf dem Rücken genauso gut schwimmen können wie auf dem Bauch, wenn sie mehrere Sprünge beherrschen und beim Wasserschlucken nicht anhalten müssen.
Die Baderegeln wurden von der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) entwickelt und halten zu einem rücksichtsvollen Verhalten an. Gleichzeitig dienen sie der eigenen Sicherheit und machen Gefahren bewusst. Bereits im Kindergartenalter sollten Kinder mit diesen Verhaltensregeln im und am Wasser vertraut gemacht werden.
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21.07.2010
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Ob aus Bädern, Flüssen oder dem Meer - noch immer müssen die Angehörigen der DLRG allzuoft leichtsinnige Schwimmer und Nichtschwimmer retten. Foto: Archiv
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