Seit 1959 wird Blut gezapft

Metzingen.  Rund 250 Menschen nehmen an den zwei Mal im Jahr stattfindenden Blutspendeterminen in Metzingen teil - knapp 15 Prozent als Erstspender.

Vor lauter Stress hatten die Verantwortlichen des Metzinger Ortsverbandes des Roten Kreuzes bei der Blutspendeaktion im vergangenen Oktober zwei wichtige Daten übersehen. Denn erstens fand die Blutspendeaktion zum hundertsten Mal in der Kelternstadt statt, und das zweite bemerkenswerte Datum war, dass dies seit 60 Jahren geschieht. Denn im April 1959 wurde das erste Mal Blut abgezapft - inzwischen sind so insgesamt 22 082 Blutkonserven zusammengekommen, also über 11 000 Liter.

So war gestern also die 101. Blutspendeaktion, bei der jedes Mal im Durchschnitt 250 Spender kommen. "Wenn beispielsweise ein spektakulärer Unfall passiert, wie das Zugunglück in Eschede im Herbst 1998, kommen mehr Spender", berichtet Waltraud Raissle vom DRK Metzingen. Im Schnitt sind es bei jeder Aktion etwa zehn bis 15 Prozent, die zum ersten Mal Blut spenden.

"Benötigt werden pro Tag in Baden-Württemberg rund 2000 Blutkonserven", berichtet Burkhard Wendt, Werbe- und Organisationsreferent des Deutschen Roten Kreuzes Baden-Württemberg. Davon werden aufgrund des medizinischen Fortschritts immerhin rund 20 Prozent für die Behandlung und Therapie Krebskranker benötigt, 20 Prozent bei Herzerkrankungen verwendet und zwölf Prozent benötigen Unfallopfer. Der Bedarf ist auch deshalb so hoch, weil "manche Bestandsteile des Blutes nur zwei bis vier Tage haltbar sind", erläutert Wendt.

Vom Metzinger Roten Kreuz sind bei solchen Aktionen rund 25 bis 30 Mitglieder unter der Leitung von Andrea Reiprich im Einsatz - sie sorgen unter anderem neben dem reibungslosen Ablauf auch für die Verpflegung nach der Blutspende. Da kann man seine Kräfte am Büffet wieder auftanken.


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Autor: EVA FOCHT-RABEL | 11.03.2010

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