"Ich liebe die Operette"

Röttingen.  Mit glasklarer Tenorstimme beeindruckt Peter Widholz bei seinem Röttingen-Debüt in der Lehár-Operette "Die lustige Witwe".

Peter Widholz ist geboren und aufgewachsen in Wien. Seine Gesangsausbildung begann er 1992, 1995 debütierte er erfolgreich an der Kammeroper - mit einer Operettenpartie. Dieses Genre blieb die Domäne des klassischen Tenors, der ob seiner schauspielerischen Qualitäten ohnehin immer "Gefahr" läuft, zu solchen Rollen zu kommen. Ihm ist"s recht: "Ich liebe die Operette und mache das gern."

Seine Bandbreite ist gleichwohl größer, reicht über Musical und Oper bis hin zu Oratorien (etwa Haydns "Schöpfung"). Mit geistlicher Musik beschäftigt er sich seit seiner Studienzeit viel. So hat er den Tenorpart bei einer Aufführung des Mozartrequiems im Wiener Stephansdom übernommen.

Als Beispiele für seine schönsten Operetten-Rollen nennt er Gabriel von Eisenstein in der "Fledermaus", Graf Danilo in der "Lustigen Witwe", die Titelpartie im "Zigeunerbaron" oder Graf Zedlau in "Wiener Blut". Gespielt hat er europaweit, vor allem in Häusern in Österreich und Deutschland, aber auch in Italien, Belgien, Griechenland, Rumänien und Ungarn.

Seit 2001 ist Peter Widholz Generalsekretär der Johann Strauss-Gesellschaft Wien. Kein Wunder, hat er doch mit 13 Hauptpartien der berühmten Strauss-junior-Werke - mehr als jeder andere auf der Welt - gesungen.

Während Peter Widholz in "Evita" das Ensemble unterstützt - "Renate Kastelik zuliebe", wie er betont - , gibt er in der Lustigen Witwe den Camille de Rosillon, "ein Part der es in sich hat und hohe Anforderungen an den Sänger stellt".

Zum ersten Mal in der Festspielstadt Röttingen, beeindrucken Widholz die "freundlichen und offenen Menschen", die sich regelrecht auf die Künstler freuten. Er wiederum sei stolz, Wiener Kultur hier einbringen zu können. tom


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30.07.2010

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