Feuer im Schwesternwohnheim in Metzingen

Bei einem Brand in einem Schwesternwohnheim des Diakonissenrings in der Neuffener Straße hat es am Sonntag vier Verletzte gegeben. Das Gebäude musste vollständig evakuiert werden.

PETER KIEDAISCH |
Ein aus bisher ungeklärter Ursache entstandener Zimmerbrand hat am Sonntag kurz nach elf Uhr im Schwesternwohnheim „Feierabend“ des Diakonissenrings in der Neuffener Straße einen Großalarm der Freiwilligen Feuerwehr Metzingen ausgelöst, deren drei Abteilungen (Stadtmitte, Neuhausen und Glems) mit insgesamt 90 Feuerwehrleuten in 13 Fahrzeugen anrückte. An dem Einsatz waren auch das Deutsche Rote Kreuz (DRK) mit zwei Notärzten, dem Rettungsdienst und dem Bereitschaftsdienst und sieben Rettungswagen beteiligt. Polizeibeamte aus Metzingen und Reutlingen sperrten das gesamte Gelände weiträumig ab, sodass die Durchfahrt Richtung Kappishäusern und Kohlberg nicht möglich war.

Der Brand war in einem Zimmer im Erdgeschoss ausgebrochen, wobei sich schnell dunkler, beißender Rauch übers offene Treppenhaus ungehindert im gesamten Gebäude ausbreiten konnte und den Fluchtweg für die Bewohnerinnen des Wohnheims abschnitt. Im Haus „Feierabend“ leben derzeit neun Schwestern im Alter zwischen 65 und 85 Jahren, sechs von ihnen befanden sich bei Ausbruch des Brandes im Gebäude, vier von ihnen erlitten Rauchgasvergiftungen und wurden in die Krankenhäuser nach Bad Urach und Reutlingen gebracht.

Für den Einsatzleiter, den Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Metzingen, Hartmut Holder, konnte allein durch die schnelle Alarmierung und das umsichtige Verhalten der im Haus eingeschlossenen Frauen Schlimmeres verhindert werden: „Alles lief sehr diszipliniert ab.“ So erwies es sich als Glücksfall, dass die Frauen nicht aus eigenen Stücken die Flucht übers Treppenhaus antraten, sondern sich teilweise auf den Balkonen stehend von der Feuerwehr abholen ließen.

Über einen Verbindungsgang drohte der Rauch zu einem weiteren Schwesternwohnheim vorzudringen, was die Einsatzkräfte allerdings im letzten Moment verhindern konnten.

Wegen der starken Rauchenwicklung wird das Wohnheim „Feierabend“ die nächste Zeit unbewohnbar bleiben, bis das gesamte Gebäude von Spezialisten saniert worden ist. So lange stehen den Anwohnerinnen im angrenzenden Altenheim Zimmer zur Verfügung. Wie hoch der entstandene Schaden ist, konnte am Sonntag noch nicht beziffert werden.

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