Fast schon zu viel Betrieb

Metzingen.  Das Jugendhaus in der Mühlstraße wird von den Jugendlichen gut angenommen, "fast schon zu gut", wie der Leiter Uwe Noppel sagt. Räumlich und personell sind die Grenzen erreicht.

Eigentlich betreibt der Trägerverein der offenen Jugendarbeit das Jugendhaus in Metzingen. Weil der Verein dafür aber einen jährlichen Zuschuss der Stadt Metzingen erhält, geben die Mitarbeiter des Hauses regelmäßig Bericht ab über ihre Arbeit und über die Entwicklung im Haus.

Im vergangenen Jahr, jeweils eine Woche im Februar und Oktober, haben Jugendhaus-Leiter Uwe Noppel und seine Kollegin Marion Weiße erstmals eine schriftliche Erhebung über den Jugendhaus-Besuch geführt. Die Zahlen sprechen für sich: Im Durchschnitt besuchten täglich 63 Jugendliche das Haus, während der Woche waren es 158 verschiedene Jugendliche. Bei den Besuchern sind alle Metzinger Schularten vertreten, als eine Tendenz des Jahres konnte eine Zunahme der Hauptschüler ausgemacht werden.

"Bei 60 Jugendlichen bleibt natürlich kaum noch Zeit für wichtige und beratende Einzelgespräche", berichtet Uwe Noppel, auch fehle es bei diesem Andrang an den nötigen Rückzugsmöglichkeiten für Ruhesuchende. Mit Honorarkräften soll das Personalproblem angegangen werden, schwieriger dürfte sich die räumliche Situation verändern lassen, auch wenn der Trägerverein derzeit dabei ist, im Untergeschoss einen großen Mehrzweckraum einzurichten.

Spannungen ergeben sich innerhalb des Jugendhauses aus der Altersstruktur der Besucher. Es gibt eine starke Fraktion der 18- bis 20-Jährigen und eine der 13- und 14-Jährigen. Beide Gruppen haben unterschiedliche Anforderungen an die Mitarbeiter, zum Beispiel Aktivitäten auf der einen Seite, Unterstützung bei Bewerbungsschreiben auf der anderen Seite. Zwischen den Gruppen zu vermitteln und möglichst allen Ansprüchen gerecht zu werden, das ist die anspruchsvolle Aufgabe an die Mitarbeiter. Die sehen die Gefahr der Überlastung und damit von Stresssituationen, die sich unmittelbar auf das Klima im Jugendhaus auswirken würden. So sollten Vorstände des Trägervereins, die gewählten Delegierten der Jugendlichen und ältere Jugendhausbesucher mehr Verantwortung übernehmen. Trotz allem: "Ich genieße die Atmosphäre und freue mich, dass man in Metzingen gut mit Jugendlichen arbeiten kann und darf", wollte Uwe Noppel dann doch mit einem positiven Fazit schließen.


zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

Sie können noch Zeichen als Text schreiben
Für registrierte Nutzer
Bitte anmelden, um Ihren Kommentar abzuschicken
Für noch nicht registrierte Nutzer
Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken.








Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:


Autor: MICHAEL KOCH | 04.02.2012

Google 1+
Schwerer Unfall bei Brenz

Schwerer Vorfahrtunfall auf neuer Kreuzung bei Brenz

Weil eine Autofahrerin die Vorfahrt nicht beachtete, kam es am Dienstag zu einem verheerenden Unfall auf der neuen Bundesstraße 492: Die Unfallverursacherin wurde lebensgefährlich verletzt.... mehr

Schulbus durchbricht Leitplanke und kippt um

Burgrieden/Rot Der Fahrer eines mit elf Schülern besetzten Schulbuses ist am Donnerstagmittag von der Straße abgekommen, durch eine Leitplanke gebrochen und anschließend im Graben auf die Seite gekippt. Ein Großaufgebot an örtlichen und überregionalen Kräften von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei musste zum Einsatz anrücken.... mehr

Ruf nach Heim ohne Waffen - Memminger Schütze knackte gesicherten Tresorraum seines Vaters

Memmingen/Stuttgart Nach dem Memminger Amok-Alarm fordern Grüne und Opferverbände ein schärferes Waffenrecht. Der 14-Jährige hatte Waffen des Vaters entwendet.... mehr

Fremde Feder - Hans Küng: Papst provoziert Ungehorsam

Auf dem alternativen wie auf dem offiziellen Katholikentag in Mannheim herrschten allgemein Unmut und Frustration über die Verschleppung innerkirchlicher Reformen. Im scharfen Kontrast dazu bereitet Papst Benedikt XVI. für Pfingsten offensichtlich die definitive Versöhnung der katholischen Amtskirche mit den traditionalistischen Piusbrüdern, deren Bischöfen und Priestern vor.... mehr

Feuer bei Firma Knittel in Vöhringen

Vöhringen In dem Abfallentsorgungsbetrieb Knittel in Vöhringen ist am Donnerstag ein Großbrand ausgebrochen. Plastikmüll und Altpapier standen in Flammen.... mehr

Amok-Alarm an Memminger Schule: Waffen gehören dem Vater

Memmingen Die Waffen des 14-jährigen Schützen aus Memmingen gehören dessen Vater. Das teilte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch als Ergebnis erster Ermittlungen zu dem Amokalarm mit. Der Vater sei ein Sportschütze.... mehr