Diplomierte Schachspieler
Metzingen. Über Pokale, Medaillen und Urkunden freuten sich sieben- bis 14-jährige Schüler der Schach-Arbeitsgemeinschaft. In der Neugreuthschule wurden die Sieger des Neugreuth-Schach-Pokals geehrt.
In fünf Runden an fünf Freitagen vom 21. Mai bis 2. Juli hatten 19 Schüler den Neugreuth-Schach-Pokal ausgespielt. In je 45 Minuten Bedenkzeit pro Spieler und pro Partie hatten die Erst- bis Sechstklässler um Punkte gekämpft. Das Turnier wurde nach dem Schweizer System ausgetragen, sodass ähnlich starke Spieler gegeneinander antraten: Gewinner einer Partie spielten in der nächsten Runde gegeneinander, Verlierer ebenso. Startberechtigt waren Schüler der Neugreuthschule und Teilnehmer der Schach-Arbeitsgemeinschaft (-AG).
Am Schluss gab es einen Pokal für die Sieger der Jahrgänge 1996 bis 2003, einen Wanderpokal für den Spieler mit den meisten Punkten und Medaillen für die Platzierten. Über den Wanderpokal freute sich Turniersieger Steven Dillmann, den zweiten Platz erreichte Jonathan Beek, auf den dritten Platz kam Christopher Hahn.
Doch es gab noch mehr Sieger: Mehrere Schüler erhielten ihre Schach-Diplome. Im Rahmen der Schach-AG, zu der sich die Kinder und Jugendlichen freitags von 14.30 bis 16.30 Uhr treffen, gibt es immer wieder die Möglichkeit, ein Schachdiplom zu machen. Dabei müssen die Schachfans eine Stunde lang Fragen zu verschiedenen Spielstellungen beantworten, etwa: "Schwarz ist am Zug. Wie würdest Du ziehen?" Für die Antworten bekommen sie maximal 100 Punkte, bei mindestens 60 Punkten gibt es das Schachdiplom.
Das machten die Schüler in verschiedenen Schwierigkeitsgraden: vom relativ einfach zu schaffenden Bauern-Diplom über das Springer-, das Läufer- und das Turm-Diplom bis zum Dame-Diplom. "Letzteres ist selbst für Vereinsspieler sehr anspruchsvoll", so Peter Quaß, der Erste Vorsitzende des Metzinger Schachklubs Rochade. Er ist zusammen mit seinem Vereinskollegen Rolf Jablonski Schachlehrer in der Schach-AG.
Und schließlich wurden auch einige Erwachsene geehrt: die Jugendbegleiter Andrea Hummel (Leiterin der Hausaufgabenbetreuung der Grund- und Hauptschule), Johannes Jugel und Nada Persic (Leiter der Schulgarten-AG), Thorsten Koch (Leiter der Tischtennis-AG), Mate Krolo (Leiter der Capoeira-AG) und Sigrid Müller (Leiterin des Grundschulchors). Capoeira ist eine brasilianische Kampfkunst mit tänzerischen Bewegungen, die zugleich Abwehr und Angriff sind, erklärte Maik Späth, Lehrer an der Neugreuthschule.
Die Jugendbegleiter üben ihr Ehrenamt im Rahmen der Ganztagesschule aus, so der Lehrer, der die Ganztagesschul-Aktivitäten der Neugreuthschule organisiert. Sie kämen das ganze Jahr über zu den jeweiligen Terminen in die Schule und erhielten dafür nur eine Aufwandsentschädigung. Alle seien "sehr engagiert. Davon lebt die Ganztagesschule", würdigte Späth dieses Engagement.
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Autor: STEFAN HEIDE | 29.07.2010
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Rektor Roland Feucht, Rolf Jablonski und Peter Quass (mittlere reihe von links) überreichten den Denksportlern der Neugreuthschule Medaillen und Pokale. Foto: Stefan Heide
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