Deutliches Ja zu Metzingen
Metzingen. Die Hugo Boss AG investiert in ihren Firmensitz in Metzingen in drei Projekte rund 52 Millionen Euro (wir berichteten). Gestern war Spatenstich für ein neues Bürogebäude mit künftig 330 Arbeitsplätzen.
Am vergangenen Donnerstag erst genehmigte der Metzinger Gemeinderat eine Bebauungsplanänderung für den Bau eines neuen Verwaltungsgebäudes der Hugo Boss AG, gestern nun überreichte Oberbürgermeister Dr. Ulrich Fiedler die Teilbaugenehmigung an Finanzvorstand Mark Langer und schon zwei Minuten später wurde der symbolische Spatenstich für das 17-Millionen-Projekt vollzogen.
In Verlängerung der bereits bestehenden Verwaltungsgebäude wird in der Dieselstraße im Gewerbegebiet Längenfeld der dann dritte Glaskubus entstehen, in dem auf 5000 Quadratmetern Bürofläche etwa 330 Mitarbeiter Platz finden sollen. Zu einem Großteil handelt es sich sogar um neue Arbeitsplätze, wie Langer gestern bekräftigte. "Die Erfordernis des Baus ist einem positiven Umstand geschuldet - dem Wachstum der Hugo Boss AG", sagte Langer.
So etwas hört natürlich auch ein Stadtoberhaupt gerne. "Wir freuen uns, dass sie mit den Investitionen den Standort dauerhaft sichern und ein klares Bekenntnis zu Metzingen ablegen", freute sich OB Fiedler. 300 neue Arbeitsplätze sprächen da alleine schon für sich.
Boss wäre nicht Boss, wenn das Unternehmen nicht auch besondere Ansprüche an das Erscheinungsbild des Neubaus stellen würde. So hatte das Unternehmen wiederum einen Architekturwettbewerb ausgeschrieben, den das Büro Riehle und Assoziierte mit seinem Entwurf gewann. "Ausschlaggebend waren die klaren Strukturen und die gelungene innere Organisation", erläuterte Andreas Schilski, Direktor des Konzerns für Liegenschaften und Immobilien.
Da bislang ein Parkplatz am Standort des neuen Gebäudes liegt, wird der Neubau als Ersatz eine große Tiefgarage erhalten.
Neu kam in diesem Fall noch hinzu, dass es einen separaten Technikwettbewerb gegeben hatte, um ein möglichst nachhaltiges Energiekonzept zu entwerfen. Es beinhaltet unter anderem eine Doppelfassade und ein ausgeklügeltes Belüftungssystem, das zugleich als Heizung und Klimaanlage dient. Gespeist wird das Ganze von der hauseigenen Photovoltaikanlage auf dem begrünten Flachdach.
Nach dem Spatenstich ist vor dem Spatenstich, und so schaut Andreas Schilski mit einem Auge auch schon auf das nächste Objekt. "Unsere Mitarbeiter parken das Längenfeld täglich komplett zu", weiß Schilski um eine große Problematik. Daher wird der Konzern an der Ecke Stuttgarter Straße/Carl-Zeiss-Straße ein Parkhaus mit 500 Stellplätzen errichten. Auch dieses soll kein schlichter Betonklotz werden, sondern ein "textilgebendes Kleid aus Metall" erhalten.
Das dritte und teuerste Projekt (31 Millionen) wird dann das neue Outlet auf dem G+V-Areal werden.
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Autor: MICHAEL KOCH | 07.02.2012
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Trotz eisiger Kälte hatten sich viele "Schaulustige" zum Spatenstich eingefunden.
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