Bummeln unter Äpfeln und Kirschen

Metzingen.  Im Frühjahr soll der letzte Schritt zum Endausbau des erweiterten Lindenplatzes getan werden: die Einrichtung einer Fußgängerzone auf der Reutlinger Straße zwischen Mühl- und Wilhelmstraße.

"So schnell wird eine Fußgängerzone ausgewiesen", konstatierte Oberbürgermeister Dr. Ulrich Fiedler in der jüngsten Gemeinderatssitzung, als das Gremium einstimmig und ohne Diskussion eine Verkehrsberuhigung in der Reutlinger Straße auf Höhe der Ermshäuser beschloss.

Was der Gemeinderat mit dem Beschluss des Bebauungsplans "Lindenplatz" eingeleitet hat, soll nun umgesetzt werden. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um zwei Dinge. Der Bereich zwischen Ulmer Straße und Mühlstraße beziehungsweise Mühlwiesenstraße soll verkehrsberuhigt werden.

Das heißt, Firmen, die in der Mühlstraße ansässig sind dürfen angefahren werden. Allerdings hat der Fußgänger das Vorrecht. Von der Mühlstraße die Reutlinger Straße aufwärts bis zur neuen Wilhelmstraße wird eine Fußgängerzone eingerichtet. Allerdings wird hier zu einer gewissen Tageszeit ein Lieferverkehr zu den dort ansässigen Outlets zugelassen. Dass es sich aber um eine Fußgängerzone handeln wird, soll nicht nur mit entsprechenden Schildern dokumentiert werden, sondern auch durch bestimmte bauliche Maßnahmen. Kern der so genannten Möblierung der künftigen Fußgängerzone werden Obstbäume sein (wir berichteten bereits ausführlich). Um den Obstbäumen einen angemessenen Ort zu geben, wird um jedes Exemplar eine Baumscheibe mit einem Durchmesser von vier Metern angelegt, damit die fallenden Früchte im Herbst nicht auf der Straße landen. Die Obstbäume sollen eine Verknüpfung zur Landschaft um die Sieben-Keltern-Stadt herum darstellen. Das Vorhaben ist sicher eine mutige Sache. Ob sie sich bewährt, muss die Zukunft weisen.

Auf die neue Wilhelmstraße wird dann eine größere Bedeutung zukommen, als bisher. Sie muss den gesamten Straßenverkehr aus Richtung Reutlingen aufnehmen und ihn sowohl in die Ulmer Straße als auch in Richtung Stuttgarter Straße leiten.

Derzeit läuft die Ausschreibung für die Belagsarbeiten in der Reutlinger Straße zwischen Ulmer Straße und Steffansmühle. Sofern die Angebotsergebnisse zufrieden stellend ausfallen, wird im Mai mit den Tiefbauarbeiten begonnen werden.

Die Bauzeit wird vier bis fünf Monate betragen. Laut Stadtverwaltung wird die Anbindung der Mühlstraße während der Bauarbeiten permanent gewährleistet sein. Je nach Bauabschnitt entweder zum Lindenplatz hin oder in Richtung Steffansmühle.

Während der Bauzeit sollen der verkehrsberuhigte Bereich und die Fußgängerzone provisorisch ausgewiesen werden.

Für das Gesamtprojekt sind im städtischen Haushalt in den Jahren 2009 bis 2012 insgesamt 1,5 Millionen Euro ausgewiesen.


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Autor: PETER SWOBODA | 09.03.2010

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