Blicke hinter die Fassaden

Metzingen.  Am Sonntag, 12. September, ist wieder bundesweiter Tag des offenen Denkmals. In Metzingen stehen fünf Gebäude den Besuchern zur Besichtigung bereit. Es werden auch Führungen angeboten.

Um den Menschen ein Mal im Jahr Baudenkmale nahezubringen, wurde der Tag des offenen Denkmals geschaffen. Der ursprüngliche Gedanke ist der, üblicherweise nicht öffentlich zugängliche Denkmale durch Führungen und Rahmenprogramme erlebbar zu machen. So wurden in den vergangenen Jahren bundesweit rund 40 Millionen Bürger erreicht. Mit diesem Tag soll auch unter den Bürgern für den Denkmalschutz geworben werden.

In Metzingen freilich nehmen sich die Zahlen etwas bescheidener aus. In den zurückliegenden fünf Jahren waren es durchschnittlich etwa 350 Besucher. Dass dies ausbaufähig ist, räumt auch Joachim Schneider von der städtischen Baurechtsabteilung ein.

Wie dem auch sei. Am Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 12. September, sind in Metzingen fünf Gebäude für Besucher geöffnet. In diesem Jahr steht der Denkmaltag unter dem Motto "Kultur in Bewegung - Reisen, Handel und Verkehr". Im Angebot ist wieder die evangelische Martinskirche in Metzingen aus dem 16. Jahrhundert. Sie ist von 11 bis 16 Uhr geöffnet, Führungen gibt es um 11 und um 15 Uhr. Turmbegehungen sind durchgehend. Besichtigt werden kann auch das Weinbaumuseum in der historischen Herrschaftskelter, erbaut im Jahr 1635. Das Museum ist von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Führungen sind um 14 und um 16 Uhr.

In Neuhausen steht den Interessierten ein Bauernhaus mit Scheune offen (Klosterstraße 9), das zurzeit saniert und umgebaut wird. Besichtigt werden kann es von 14 bis 16 Uhr. Führungen gibt es nach Bedarf. "Dies ist ein Beispiel für eine Sanierung von denkmalgeschützten Objekten", so Joachim Schneider, "unter fachlicher Begleitung des Denkmalamts."

Von 14 bis 17 Uhr kann in Glems die Bethel-Kirche besichtigt werden. Auch hier gibt es Führungen nach Bedarf. Es handelt sich um eine verputzte Saalkirche mit im Osten abgewalmtem Satteldach. Der Turmstumpf stammt von einem mittelalterlichen Vorgängerbau. Zudem gibt es um 14 Uhr einen Vortrag. Auch das Obstbaumuseum in Glems kann am Tag des offenen Denkmals besichtigt werden. Es ist von 11.30 bis 18 Uhr geöffnet. Um 14 und 16 Uhr gibt es Führungen. Der Förderverein wird die Gäste bewirten.


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Autor: PETER SWOBODA | 02.09.2010

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