Als Dreingabe eine Hand voll Eis

Ermstal.  Mit einer Rekord-Teilnehmerzahl ging gestern der vierte Ermstal-Marathon über die Bühne. 1862 Läufer nahmen den Kampf mit der Hitze und den Unbilden der Strecke auf. Die Stimmung war prächtig.

Pünktlich um 9 Uhr schickte der Vorstandschef der Volksbank Metzingen-Bad Urach die Teilnehmer des Ermstal-Marathons auf die Strecke. Es war zwar nicht so heiß wie im vergangenen Jahr, dennoch machte hauptsächlich die drückende Schwüle den Läufern zu schaffen. Im Ziel gab es dafür neben einer Medaille eine handvoll Eis für den Nacken.

Insgesamt mussten fünf Läufer vom DRK versorgt werden. Eine Frau hatte laut Daniel Schnell vom Metzinger DRK sogar stationär in eine Klinik eingeliefert werden müssen. Das DRK war mit einem Großaufgebot zur Stelle mit Kollegen aus Metzingen, Dettingen, Pfullingen und Eningen. Auch die Freiwillige Feuerwehr Metzingen stand parat. Auch drei Ärzte waren im Einsatz. Zwei Läufer mussten laut Schnell von der Strecke geholt werden, weil sie nicht weiter laufen konnten. Entlang der Strecke waren rund 50 DRK-Helfer stationiert. Auch die Organisatoren waren mit einer großen Zahl an Helfern im Einsatz. Allein an der Strecke waren es rund 200. Kommen noch etwa 50 hinzu, die auf dem Kelternplatz in Metzingen ihren Dienst taten. Von der Polizei war laut Michael Koch von der TuS Metzingen bis zum Nachmittag nichts zu hören, weshalb davon auszugehen ist, dass es auch verkehrstechnisch keine besonderen Vorkommnisse gab. Allerdings hatte Kochs Tag weniger gut begonnen. Irgendwelche Juxbolde hatten in der Nacht Verkehrsschilder gestohlen an der Strecke von Dettingen nach Kappishäusern. Doch die gute Zusammenarbeit mit den Bauhöfen hat sich da ausgezahlt: Es konnte Ersatz beschafft werden.

Noch vor dem Start konnte Sprecher Moritz Werz einen Rekord verkünden: Mit 1862 Teilnehmern gingen so viele Läufer auf die Strecke wie noch nie. Damit stieg der Ermstal-Marathon endgültig zur größten Sportveranstaltung im Landkreis Reutlingen auf. Für den Zehn-Kilometer-Lauf meldeten mit 726 Läufer die meisten. Am Halbmarathon nahmen 467 teil und am Marathon 113. Beim Nordic Walking waren es 150 und bei den Schülern rund 400. Der jüngste Teilnehmer war sechs Jahre alt, die ältesten 76. Gerd Schramm, der Initiator des Ermstal-Marathons, wurde beim Halbmarathon erster in der Altersklasse M65.

Was am Start mit vielen Zuschauern gut begann, hat entlang der Strecke seine Fortsetzung gefunden. Entsprechend gut war die Stimmung und die Anfeuerung der Läufer. Einige legten sich ganz besonders ins Zeug. Wie beispielsweise mit seinen beiden kleinen Enkelkindern in Dettingen. An der Straße nach Kappishäusern bauten sie ein schwarz-rot-goldenes Transparent auf, stellten für sich und die Kinder Klappstühle hin, nahmen Rätschen und Fahnen in die Hände und legten los. Nicht unerwähnt darf an dieser Stelle bleiben, dass unter diesen Fahnen auch eine des VfB Stuttgart war. Unterm Strich zeigte sich Michael Koch mit dem Verlauf der Veranstaltung "mehr als zufrieden".

Info Weitere Fotos finden Sie unter www.swp.de


zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

Sie können noch Zeichen als Text schreiben
Für registrierte Nutzer
Bitte anmelden, um Ihren Kommentar abzuschicken
Für noch nicht registrierte Nutzer
Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken.








Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:


Autor: PETER SWOBODA | 11.07.2011

Google 1+
Schwerer Unfall bei Brenz

Schwerer Vorfahrtunfall auf neuer Kreuzung bei Brenz

Weil eine Autofahrerin die Vorfahrt nicht beachtete, kam es am Dienstag zu einem verheerenden Unfall auf der neuen Bundesstraße 492: Die Unfallverursacherin wurde lebensgefährlich verletzt.... mehr

Schulbus durchbricht Leitplanke und kippt um

Burgrieden/Rot Der Fahrer eines mit elf Schülern besetzten Schulbuses ist am Donnerstagmittag von der Straße abgekommen, durch eine Leitplanke gebrochen und anschließend im Graben auf die Seite gekippt. Ein Großaufgebot an örtlichen und überregionalen Kräften von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei musste zum Einsatz anrücken.... mehr

Ruf nach Heim ohne Waffen - Memminger Schütze knackte gesicherten Tresorraum seines Vaters

Memmingen/Stuttgart Nach dem Memminger Amok-Alarm fordern Grüne und Opferverbände ein schärferes Waffenrecht. Der 14-Jährige hatte Waffen des Vaters entwendet.... mehr

Fremde Feder - Hans Küng: Papst provoziert Ungehorsam

Auf dem alternativen wie auf dem offiziellen Katholikentag in Mannheim herrschten allgemein Unmut und Frustration über die Verschleppung innerkirchlicher Reformen. Im scharfen Kontrast dazu bereitet Papst Benedikt XVI. für Pfingsten offensichtlich die definitive Versöhnung der katholischen Amtskirche mit den traditionalistischen Piusbrüdern, deren Bischöfen und Priestern vor.... mehr

Feuer bei Firma Knittel in Vöhringen

Vöhringen In dem Abfallentsorgungsbetrieb Knittel in Vöhringen ist am Donnerstag ein Großbrand ausgebrochen. Plastikmüll und Altpapier standen in Flammen.... mehr

Amok-Alarm an Memminger Schule: Waffen gehören dem Vater

Memmingen Die Waffen des 14-jährigen Schützen aus Memmingen gehören dessen Vater. Das teilte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch als Ergebnis erster Ermittlungen zu dem Amokalarm mit. Der Vater sei ein Sportschütze.... mehr